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Vorhang auf für die nördliche Speicherstadt

Bauen in Potsdam Vorhang auf für die nördliche Speicherstadt

Die Pro Potsdam hat erstmals Entwürfe zur Bebauung unterhalb der Langen Brücke vorgestellt. Bis Ende September muss die Asenticon AG, die vom Bauausschuss grünes Licht für die Pläne bekam, die Finanzierung sicherstellen. Die „Hasso Plattner Capital“ der Familie von Software-Unternehmer Hasso Plattner ist als Finanzier des 177-Millionen-Projekts abgesprungen.

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Die nördliche Speicherstadt mit Langer Brücke und neuem Bad.

Templiner Vorstadt. Das Geheimnis um das künftige Aussehen der nördlichen Speicherstadt ist gelüftet: Projektentwickler Klaas Vollbrecht vom Immobiliendienstleister Asenticon AG und Bert Nicke, Geschäftsführer der kommunalen Immobilienholding Pro Potsdam, präsentierten die Pläne für das Areal zwischen Langer Brücke und Leipziger Straße.

Der zentrale Platz im Quartier soll verkehrsberuhigt sein

Der zentrale Platz im Quartier soll verkehrsberuhigt sein.

Quelle: S.Grischkat

Bislang wurde das Projekt nur hinter verschlossenen Türen im Bauausschuss präsentiert. Dort soll es einhelligen Applaus geerntet haben. Ein Grund: Die Entwicklung aus einer einzigen Hand anstelle der komplizierteren Einzelvergabe der Baufelder. Ein zweiter Grund: Die an dieser Stelle durchaus mögliche extrem dichte Bebauung wurde von der Asenticon AG zugunsten einer „luftigen“ Architektur aufgegeben. Statt kompakter Quader soll es auf den sieben Baufeldern – Gesamtfläche: 24 000 Quadratmeter – neun U-förmige Gebäude geben. Durch den weitestgehenden Verzicht auf Autostellplätze ist mehr Grün neben den Fahrbahnen möglich. Als Parkmöglichkeit sind vier Tiefgaragen mit 255 Stellplätzen geplant.

Zwischen den Häusern führt die Spanische Treppe – benannt nach ihrem Vorbild in Rom – hinauf zur Langen Brücke

Zwischen den Häusern führt die Spanische Treppe – benannt nach ihrem Vorbild in Rom – hinauf zur Langen Brücke.

Quelle: S.Grischkat

Wie genau die Gebäude aussehen werden, ist noch nicht fix. Dafür soll es im Kerngebiet an der Langen Brücke Wettbewerbe geben. Klar ist hingegen die Aufteilung der Fläche. An der Langen Brücke wird die Wirtschaft das Sagen haben: Einzelhandel, eine Bank, ein Hotel und eine Spielbank können hier laut B-Plan errichtet werden. Weiter hinten auf dem Gelände befindet sich rings um einen zentralen und weitgehend verkehrsfreien Platz das Wohngebiet. Auch die potenziellen Mieter hat Vollbrecht schon fest im Blick: Geplant ist Wohnen für Wissenschaftler – hauptsächlich von den nahen Instituten am Telegrafenberg. Herzstück des neuen Quartiers soll die Spanische Treppe werden, die zur Langen Brücke hinaufführt.

Blick vom Havelufer aus auf Mercure-Hotel und Nikolaikirche im Hintergrund

Blick vom Havelufer aus auf Mercure-Hotel und Nikolaikirche im Hintergrund.

Quelle: S.Grischkat

Momentan ist das Ganze aber noch Zukunftsmusik. Neben dem „Okay“ des Bauausschusses und dem Beifall der Pro Potsdam für den Entwurf hat Vollbrecht nämlich noch nichts Festes in der Tasche. Grund: Die „Hasso Plattner Capital“ der Familie des Software-Unternehmers Hasso Plattner sprang als Finanzier des 177-Millionen-Projekts ab. Über die Gründe schwieg Vollbrecht. Die Suche nach neuen potenten Geldgebern verläuft aber laut Vollbrecht durchaus erfolgversprechend. „Wir sind in guten Gesprächen“, sagte er. Ein Kaufvertrag ist noch nicht unterzeichnet. Die Uhr bei der Geldgebersuche tickt aber. „Wir haben mit Asenticon vereinbart, dass bis Ende September die Finanzierung sicherzustellen ist“, sagte Nicke, der seine Unterstützung für das Projekt bekräftigte:

 

Nördliche Speicherstadt

Das Angebotspaket von Asenticon umfasst u.a. Kaufpreis, Bau-, Nutzungs-, Finanzierungskonzept sowie Durchführung der öffentlichen Erschließung.

Logistisch könnten bei einem Baubeginn im Jahr 2018 Überschneidungen drohen: Zum einen beginnt ab 2018/19 der Umbau des Leipziger Dreiecks und der Heinrich-Mann-Allee. Ungefähr zeitgleich wird die EWP mit dem Bau der Regenwasser-Entreinigungsanlage neben dem Heizhaus in der nördlichen Speicherstadt beginnen.

Sollte der Verkauf glatt über die Bühne gehen, könnte der Bau der nördlichen Speicherstadt ab Ende 2018 beginnen. Die Pro Potsdam hofft auf Erlöse von 17 Millionen Euro für die Grundstücke.

Von Ildiko Röd

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