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Potsdam Waldstadt-Turnhalle in der Prüfung
Lokales Potsdam Waldstadt-Turnhalle in der Prüfung
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02:17 10.10.2015
In der Turnhalle des Oberstufenzentrums II im Potsdamer Wohngebiet Waldstadt II. Quelle: Michael Hübner
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Waldstadt

Die Turnhalle des Oberstufenzentrums II an der Straße Zum Jagenstein in der Waldstadt II ist als Notfallunterbringung für Flüchtlinge im Gespräch. Das bestätigte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Mittwoch vor den Stadtverordneten. Damit rückt die Stadt weiter von der Linie ab, Flüchtlinge möglichst nicht in Turnhallen unterzubringen. Mit der Preußenhalle in Groß Glienicke ist eine erste Notreserve bereits benannt.

Thematisiert wurde die Halle in Waldstadt II zuerst von Sigrid Müller (Linke), die den Oberbürgermeister unter Berufung auf eine Information der Schulleitung für Eltern und Schüler fragte, ob dort eine Erstaufnahme geplant sei. Sie kritisierte zugleich die Kommunikation: Als Kommunalpolitikerin habe sie „nur durch Zufall“ von den Plänen erfahren. Jakobs räumte Kommunikationsprobleme ein, dementierte aber, dass dort eine Erstaufnahme eingerichtet werden soll.

In seinem Monatsbericht vor den Stadtverordneten gab der Oberbürgermeister bekannt, dass die Landeshauptstadt in diesem Jahr bereits 840 Flüchtlinge untergebracht habe, darunter 190 Kinder. Nach aktuellem Stand rechne die Stadt bis zum Jahresende mit „weiteren rund 760 Personen“. Im Oktober werden laut Jakobs in der Straße An den Kopfweiden in der Teltower Vorstadt, an der Berliner Straße 79 und am Konsumhof im Industriegebiet Drewitz weitere Flüchtlingsunterkünfte eröffnet. Im November sollen acht Leichtbauhallen aufgestellt werden. Sukzessive würden die von der städtischen Bauholding Pro Potsdam zur Verfügung gestellten Wohnungen mit schon länger bei uns lebenden Flüchtlingen belegt. Parallel würden weitere Möglichkeiten und Angebote „auch von privaten Eigentümern“ geprüft. Nicht zuletzt halte die Stadt einen Notfallplan aufrecht.

Der Oberbürgermeister warb um Verständnis dafür, „dass wir aufgrund der Notwendigkeit, womöglich kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen, nicht in der sonst üblichen Weise die Information an die Politik, die Öffentlichkeit und die Bürger geben können“. Sollten sich die Zahlen der ankommenden Flüchtlinge „nochmals erhöhen“, werde dies auch „immer weniger zu organisieren sein“. Grundsätzlich wolle die Stadt an der bewährten Politik auch einer frühzeitigen Information der Anwohner festhalten.

Als Beispiel für die schwere Planbarkeit nannte Jakobs die 71 Flüchtlinge, deren Kommen der Stadt in der vergangenen Woche vom Land äußerst kurzfristig angekündigt wurde. Die Stadt habe die notwendigen Vorbereitungen getroffen, doch am Freitag sei überraschend „mitgeteilt worden: Sie kommen doch nicht“. In solch einer Situation sei es, so Jakobs, „ein leichtes zu sagen: die sollen besser planen“.

Von Volker Oelschläger

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