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Walle, walle – manche Strecke

Gesamtschule veranstaltet Balladenwettbewerb Walle, walle – manche Strecke

Was hätte Goethe wohl dazu gesagt? An der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben Gesamtschule wurden am letzten Donnerstag zumindest zwei seiner Balladen – und auch die anderer Dichter – gehörig auf den Kopf gestellt.

Seit drei Jahren veranstaltet die Gesamtschule den Balladenwettbewerb für die Schüler der siebten Klassen. Die jungen Rhetoriker traten mit selbst ausgesuchten Versepen einzeln und in Gruppen gegeneinander an. Was nach langweiligem Rezitieren klingt, gestaltete sich außergewöhnlich spannend. Statt das Gedicht einfach auswendig zu lernen und dann fehlerfrei aufzusagen, ließen sich die Schüler der Gesamtschule einiges einfallen. Marvin Pascal Müller verwandelte Goethes Klassiker, den „Erlkönig“, in ein zeitgemäßes Schauspiel. So wurde aus der ernsten Geschichte des Reiters und seines fiebrigen Sohnes ein Kabarett. Für seine ausgefallene Idee wurde Marvin mit dem ersten Platz belohnt.

Sein Gegner Steven Kilian trug „Die Lorelei“ von Heinrich Heine vor. „Wir hatten sechs Wochen Zeit, um uns auf den Wettbewerb vorzubereiten. In der Klasse haben wir es einmal vorgetragen und unsere Deutschlehrerin Frau Nitschke hat uns Tipps gegeben, was wir besser machen können“ erzählt der Zweitplatzierte.

Die Gruppendarstellungen brachten so manchen Besucher zum Schmunzeln. Die Klasse 7/1 entschied sich dafür, den „Zauberlehrling“ zu singen. Zu passender Hintergrundmusik trällerten und rezitierten die Mädchen und Jungen die Ballade von Johann Wolfgang von Goethe. Der Titel hatte Ohrwurmcharakter und so mancher Zuschauer wippte auch noch bei der folgenden Darstellung der Klasse 7/3 mit dem Kopf. Die Gruppe spielte „Die Sache mit den Klößen“ von Erich Kästner. Statt 30 Klößen aß der „Peter“ jedoch lieber 30 Marshmallows. Als Gewinner ging die Klasse 7/4 hervor, die „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane vortrug.

Jede Darstellung wurde mit einer Tafel Schokolade belohnt. Auf den obligatorischen Gutschein für die Gewinner verzichtete man in diesem Jahr. Stattdessen gab es „Oksa Pollock – Die Entschwundenen“, einen Jugendroman von den französischen Autorinnen Anne Plichota und Cendrine Wolf. (fms)

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