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Warm eingepackt auf festen Wegen

Mit Bewegung gegen Arthrose Warm eingepackt auf festen Wegen

Nässe, Kälte und oft auch noch ein trüber Himmel. Die kältere Jahreszeit ist für Arthrose-Geplagte alles andere als einladend aus dem Haus zu gehen. Doch Bewegungsmangel sorgt letztlich noch für mehr Schmerzen. Radfahren, Schwimmen und auch Spaziergänge können helfen.

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Warm anziehen und dann raus an die frische Luft. Das gilt auch bei Arthrose.

Quelle: fotolia

Potsdam. Wer an Arthrose leidet, stöhnt beim Blick nach draußen: Sinken die Temperaturen, werden die Schmerzen in den Gelenken oft schlimmer. Viele gehen dann gar nicht mehr vor die Tür und schonen sich lieber. Doch das ist die absolut falsche Strategie, meint Utta Petzold, Medizinerin bei der Barmer GEK: „Bewegungsmangel und Schonung lindern die Schmerzen nicht, sondern erhöhen sie.“ Besser ist es, die Gelenke in Bewegung zu halten, denn das schützt sie vor Knorpelverschleiß. Das geht am besten mit gelenkschonenden Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen. Aber selbst tägliche Spaziergänge auf befestigten Wegen sind hilfreich.

Wichtig ist es, eine gute Balance zwischen Bewegung einerseits und Überanstrengung andererseits zu finden. Wer etwa bei einem Einkauf unter Zeitdruck hektische oder gar unkontrollierte Bewegungen ausführt, löst damit Gelenkstress aus, der wiederum die Schmerzen verstärkt. Bevor es dazu kommt, ist es besser, sich seine Zeit ein wenig einzuteilen oder um Hilfe zu bitten.

Fette fördern Entzündungen

Bei Bewegung an der frischen Luft ist es wichtig, die Gelenke warm zu halten. Das gelingt am besten mit warmen Handschuhen oder Gelenkschonern gegen Schmerzen, allerdings nur, wenn es sich um nicht-entzündliche Prozesse handelt. Grundsätzlich ist es wichtig, Schmerzen nicht einfach zu ertragen, sondern aktiv etwas dagegen zu tun. Hilft Wärme nicht, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, welche Alternativen es gibt. „Wer unter Schmerzen leidet, begibt sich in eine Schonhaltung. Das bedeutet, dass man sich automatisch weniger bewegt, weil die Angst vor den Schmerzen zu groß ist. Da aber wenig Bewegung zu mehr Schmerzen führt, geraten Arthrose-Geplagte schnell in einem Kreislauf, der nur schwer zu durchbrechen ist“, weiß Petzold.

Zusätzlich rät die Medizinerin Betroffenen, mit einer ausgewogenen Ernährung gegen den Schmerz anzugehen und beispielsweise auf tierische Fette zu verzichten oder diese zumindest zu reduzieren. Denn die in tierischen Fetten enthaltene Arachidonsäure fördert Entzündungen und kann dadurch auch Schmerzen hervorrufen. Zucker trägt zur Übersäuerung des Stoffwechsels bei und sollte vermieden werden. Außerdem sollten Arthrose-Patienten auf ihr Gewicht achten, denn Übergewicht belastet Hüft- und Kniegelenke zusätzlich.

Zum Schluss noch ein Extra-Tipp: Wer im Winter unter Schmerzen in den Fingergelenken leidet und seinen Händen etwas Gutes tun möchte, kann im Backofen oder in der Mikrowelle eine Schüssel mit Sand erwärmen und diesen durchkneten. Das Resultat: Die Durchblutung wird erhöht, die Finger werden warm und gleichzeitig ist die Bewegung gut für die Gelenke.

Von Bettina Schipke

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