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Potsdam Was Potsdam 2017 erwartet
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06:27 02.01.2017
Wird in einem Jahr ein historisches Foto sein: Aufnahme des alten Fachhochschul-Gebäudes am Alten Markt. Die wenig gepflegte Fassade ist keine Zierde für’s Schlossumfeld. Quelle: FHP
Potsdam

Im Bereich Schulen wird auch 2017 wieder ein Baujahr. Während am Rathaus und an den Kitas nur Bauabschnitte fertig werden, gilt das für sechs Schulen nicht – sie werden komplettiert in den nächsten 363 Tagen: Der Altbau des Humboldtgymnasiums, die Aula der Goetheschule und die Turnhalle des Leibniz-Gymnasiums sollen bereits zum Frühjahr fertig gestellt sein, der Neubau einer temporären Schule am Humboldtring, der Gesamtschule Leonardo da Vinci und die Sanierung und Erweiterung der Schilfhofschule visiert der stadteigene Kommunale Immobilienservice Kis bis zum Spätsommer mit dem Beginn des neuen Schuljahres an. Begonnen wird indes der Neubau eine zweizügigen Grundschule in Bornim und der Turnhalle der Ludwig-Renn-Grundschule, beides im Frühjahr, ebenso die Brandschutzsanierung der Steuben-Gesamtschule und der Grundschule am Kirchsteigfeld im Juli.

Kulturell betrachtet, beginnt das Jahr ebenfalls mit einem Paukenschlag: Das Museum Barberini öffnet letztgültig und voller Exponate noch im Januar seine Tore. 2017 wird sich auch entscheiden, wer ab 2018 das Hans-Otto-Theater leitet, nachdem kürzlich bekannt wurde, dass der Vertrag von Tobias Wellemeyer nicht verlängert wird. Die Stelle der Kulturdezernentin Iris Jana Magdowski endet bereits im Mai, eine Ausschreibung für einen Nachfolger läuft bereits. Gleiches gilt für den Direktor des Naturkundemuseums, Detlef Knuth, der bereits zum Jahresende 2016 altersbedingt ausschied.

2017 soll zudem der Max-Dortu-Preis der Stadt erstmals vergeben werden – er ist mit 5000 Euro dotiert und wird für „herausragende Leistungen zur Weiterentwicklung des demokratischen Miteinanders auf kommunaler Ebene“ ausgereicht. Die Schlössernacht plant einen schwungvollen Neuanfang, sie will im August „das Staunen zurückkehren“ lassen. Auch die Partnerschaft mit Sansibar-Stadt soll 2017 unterzeichnet werden, bislang gab es schon eine Klima-Partnerschaft.

In der Alten Mitte geht es weiter voran: 2017 wird das Jahr sein, an dem das Monstrum der alten Fachhochschule fällt und Baufreiheit geschaffen wird für ein neues Quartier aus dem Leitbautenkonzept. Wie mehrfach berichtet, werden hier womöglich die Potsdamer Genossenschaften zum Zuge kommen. Wer welches Grundstück wie bebaut, zeigt sich im Jahresverlauf. Das Karree ist anspruchsvoll, denn mit dem Plögerschen Gasthof, dem südöstlichen Haus des Acht-Ecken-Platzes und zwei weiteren Eckbauten stehen historische Nachbildungen an.

Horoskop 2017 für Potsdam

Die Astrologin Ania Dejewska hat für die MAZ ein Horoskop der Landeshauptstadt erstellt .2017 wird demnach das Jahr der glänzenden Außendarstellung und des Optimismus.

Nach zwei Pleiten ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass das Amt des Baubeigeordneten endlich besetzt wird, voraussichtlich und nach Lage der Dinge mit Bernd Rubelt aus Eutin. Wird dann noch zeitnah ein Nachfolger für Iris Jana Magdowski gefunden, könnte die Beigeordnetenriege im Laufe des Jahres komplettiert sein.

Autofahren könnte in der Stadt noch weniger Spaß machen: Das Modellvorhaben Zeppelinstraße wird umgesetzt, das heißt: Die Verkehrsader wird für mindestens drei Monate auf drei Fahrspuren statt bisher vier eingeengt. Zwischen Kastanienallee und Geschwister-Scholl-Straße steht dann je Fahrtrichtung sogar nur noch eine Spur zur Verfügung, die dritte wird wechselseitig zum Linksabbiegen genutzt. Grund ist eine dringend gebotene Absenkung der Luftschadstoffe – vor allem Stickstoff und Feinstaub liegen dort über dem EU-Grenzwert. Die Umlandgemeinden und die Linke sind nicht amüsiert – alle, die dann noch länger im Stau stehen, vermutlich ebensowenig. Besser wird’s indes, wie es die grün gefärbte Verkehrspolitik der Stadt will, für Radler und im öffentlichen Nahverkehr. Die Planungen für den Neubau einer Rad- und Fußgängerbrücke über die Havel zwischen Werder und Wildpark-West/Golm sollen reifen.

In der Gartenstadt Drewitz soll das Grüne Kreuz fertig und der dritte Bauabschnitt begonnen werden – ebenso die Sanierung der Drewitzer Rolle.

Von Jan Bosschaart

Wie Potsdamer das Jahr 2017 begrüßten und weshalb ein Katerfrühstück nichts mit Katzen zu tun hat. Ein Rundgang durch die Stadt führte von Silvester à la Kamerun über die böllerfreien Terrassen von Sanssouci bis zum Neujahrsauftakt in der tropisch-paradiesischen Biosphäre. Gäste von außerhalb konnten es gar nicht fassen: „Was? Dieser tolle Ort hier soll schließen?“

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