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Potsdam „Was sich dann abspielte, war erbärmlich“
Lokales Potsdam „Was sich dann abspielte, war erbärmlich“
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06:05 04.06.2016
Fans stürmen das Spielfeld, die Polizei greift ein. Quelle: Jan Kuppert
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Potsdam

Die Babelsberg-Fans sind sicher keine Unschuldslämmer und stellen sich auch gerne mal in die Opferrolle, meint Uwe Stöhr. Aber das ist, wenn man die TV-Bilder sieht, krass überreagiert von der Polizei. Da sollte nur gefeiert werden. Dann so reinzugehen, da fehlt mir jedes Verständnis. Marcus Graziano schreibt: Ich wünsche allen Polizisten mal selbst eine schöne Reizgas-Pfefferspray-Dusche direkt ins Gesicht. Vielleicht lernen sie dann, von einem unverhältnismäßigen Einsatz abzusehen. Doreen Grundmann berichtet: Selbst eine halbe Stunde nach Einsatz des Reizgases tat es in den Augen noch weh. Die armen Kinder und Verletzten generell. Tom Leder sieht es so: Der MAZ-Bericht ist so was von sanft geschrieben ... Frauen und kleine Kinder, die am Wasserhahn stehen, um sich das Pfefferspray abzuwischen – das ist nicht mal ansatzweise gerechtfertigt. Und eine Handvoll Leute, die auf dem Zaun saßen und mit der Mannschaft feiern wollten, sind keine einhundert. Es ist schon gar kein Grund, feiernde Menschen wahllos mit Pfefferspray zu besprühen.


Tilo Ulbrich verweist auf ein Video im sozialen Netzwerk und meint: Das Video zeigt, dass die Fans nicht ganz so brav waren. Dass die Polizei dann reagieren muss, ist klar und wohl auch verhältnismäßig. Wolfgang Brandt ist der Ansicht: Ein paar durchgeknallte Fans wollen sich als Opfer stilisieren. Erst Chaos machen und dann heulen, wenn’s was auf die Mütze gibt. Er fragt: Gehört eine Mannschaft mit solchen Fans eigentlich auf irgendeinen Platz? Tomy Lee stellt fest: Man kann sich alles schön reden. Wenn man Zäune fast zum Einreißen bringt, und das nicht erwünscht ist, muss ich mit Gegenwehr rechnen. Benehmt euch einfach. Für Regina Müller ist klar: Das sind keine Fußball-Fans und fragt: Was soll diese ganze Randale bei Spielen? Es ist doch nur ein Spiel. Jens Kindler Anstatt ruft den angeblichen Fans zu: Tretet lieber in eure örtliche freiwillige Feuerwehr ein und lasst dort eure Energie bei der Hilfeleistung zum Wohle anderer. Die Feuerwehren werden euch dankend aufnehmen, da sie Personalnot haben. Und das Beste, ihr findet da auch Gleichgesinnte. Und vielleicht ist euch auch mal ein Bürger dafür dankbar, dass ihr etwas erhalten, geschützt oder sogar gerettet habt, anstatt Chaos und Zerstörung zu hinterlassen.


Thomas Dorneburg stellt kurz und knapp fest: Gewalt hat im Stadion nichts zu suchen. Roland Wienecke schreibt: Die Polizei hat Fehler gemacht, wie immer. Und diese durchgeknallten Fans waren die Guten. Es ist zum Kotzen. Ein Fußballspiel ohne Polizei, das wäre mal was. Nina Vogt berichtet: Wir waren mit neun Kindern da, die alle gerne noch Fotos und Autogramme ergattert hätten. Was sich dann abspielte, war nur noch erbärmlich. Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn Babelsberg verloren hätte. Unsere Kids waren sehr erschrocken und traurig.

Von Wilfried Specht

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