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Potsdam Neues Boot, neuer Gerätewagen für Feuerwehr
Lokales Potsdam Neues Boot, neuer Gerätewagen für Feuerwehr
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00:22 20.05.2015
Torsten Athenstädt und David Nawrot von der Potsdamer Feuerwehr gehören zur Besatzung des neuen Mehrzweckbootes. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Gute Nachrichten für die Babelsberger Feuerwehr: Im Sommer soll auf dem Gelände des Verkehrsbetriebs Potsdam an der Fritz-Zubeil-Straße mit dem Bau der neuen Feuerwache Babelsberg begonnen werden. „Die Baugenehmigung ist erteilt, es kann also bald losgehen“, kündigte Potsdams Feuerwehrchef Wolfgang Hülsebeck bei der Saisoneröffnung der Wasserrettung an. Geplant seien Baukosten in Höhe von 5,6 Millionen Euro. Zum Ende des ersten Quartals 2016 soll die neue Wache stehen. Der künftige Standort liegt dann direkt an der Nutheschnellstraße und damit deutlich zentraler als die bisherige Wache in der Steinstraße.

Szenenwechsel: Auf dem Areal der Hauptwache der Berufsfeuerwehr an der Holzmarktstraße läutete Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Sonnabend die arbeitsintensiven Monate für die Wasserretter ein. „Mit ihrer Ausbildung und ihrem Einsatz tragen sie zur Sicherheit auf unseren Gewässern bei“, lobte Jakobs die ehrenamtlich tätigen Retter der DRK-Wasserwacht Potsdam/ Zauch-Belzig. Wer viel leistet, bekommt Geschenke: Vier Wasserrettungssets sowie zwei Tauchgeräte überreichte Jakobs. Mit rund 10 000 Euro jährlich unterstützt die Stadt die DRK-Wasserwacht.

Gezeigt wurden bei der volksfesthaften Saisoneröffnung das neue Mehrzweckboot der Berufsfeuerwehr (Kosten: 120 000 Euro) sowie ein neuer Gerätewagen zur Wasserrettung (280 000 Euro). Das Boot ist 8,10 Meter lang, fährt bis zu 60 Stundenkilometer schnell und kann als „Wasserrettungswagen“ genutzt werden. Bis zu zwölf Hilfebedürftige passen auf das Boot, erklärte Rainer Schulz, Bereichsleiter Gefahrenabwehr der Berufsfeuerwehr. Das Boot mit einer Zwei-Mann-Besatzung ist eine schwimmende Arbeitsplattform, ausgestattet mit Pumpe und Wasserwerfer. Während der Fahrt können bis zu 1500 Liter Wasser bis zu 30 Meter Entfernung weit spritzen, so Schulz. Damit sei eine schnelle und effektive Bekämpfung von Schiffs- und Bootsbränden möglich. Weiterhin kann das Boot vom Wasser aus das Löschen von Bränden am Ufer unterstützen. Auf dem neuen Gerätewagen können sich Taucher schon während der Fahrt für den Einsatz umziehen und ausrüsten. Ausgestattet ist es unter anderem mit vier Tauch- und Bergungsausrüstungen, Schlauchboot, Eisrettungsschlitten, Unterwasser-Tauchtelefon, außerdem mit Arbeitskabine für Einsatzleitung und Team. Der alte Gerätewagen, ein „W50“ von der damaligen Volkspolizei 1990 übernommen, soll nun meistbietend verkauft werden.

2014 mussten die Mitglieder der DRK-Wasserwacht „nur“ 184 Mal raus – 2013 waren es 206 Mal – jedoch waren spektakuläre Einsätze dabei. Das Legen mehrerer Ölsperren, nachdem beim Betanken eines Kreuzfahrtschiffes 800 Liter Kraftstoff ausgetreten waren, blieb besonders in Erinnerung.

Weniger Einsätze, mehr Aufwand

Die DRK-Wasserwacht Kreisverband Potsdam / Zauch-Belzig ist im Auftrag der Feuerwehr Potsdam und der Bäderlandschaft Potsdam tätig, vor Ort im Waldbad Templin und im Stadtbad Park Babelsberg. Zusammen mit Tauchern der Berufsfeuerwehr wurde eine rund um die Uhr bereite Schnelleinsatzgruppe „Wasserrettung“ gebildet.

10 360 Einsatzstunden leisteten die DRK-Wasserretter 2014. Am fleißigsten waren Sebastian Willems mit 863 Einsatzstunden, Michael Meister (571) und Jana Wagner (526). 308 Mitglieder sind in der Wasserwacht organisiert, 75 davon als Aktive dabei.

2014 wurden die Wasserretter 184 Mal gerufen – 2013 waren es 206 Einsätze. Erste Hilfe: 126 Mal (2013: 150), technische Hilfe: 19 Mal (20), Tauchgänge: 26 (29). Es waren weniger Einsätze, diese jedoch personal- und zeitintensiver.

Dringend gesucht wird weiterhin Nachwuchs für die Wasserwacht.

Infos unter www.seg-potsdam.org

Von Ricarda Nowak

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