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Weiße Flotte kritisiert Schließungspläne

Tourist-Info am Potsdamer Hauptbahnhof Weiße Flotte kritisiert Schließungspläne

Im Streit um die Schließung der Tourist-Info am Potsdamer Hauptbahnhof äußert sich erstmals die Weiße Flotte als Hauptmieterin dieser Filiale. Geschäftsführer Jan Lehmann ist „verwundert“, dass der Vertrag für die Filiale von der neuen Betreibergesellschaft im Januar um drei Jahre verlängert wurde, obwohl sie laut Wirtschaftsplan im Oktober 2016 schließen müsste.

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Jan Lehmann, Geschäftsführer der Weißen Flotte.

Quelle: Christel Köster

Potsdam. In der Debatte um eine mögliche Schließung der Tourist-Information am Hauptbahnhof äußert sich erstmals die Weiße Flotte als Hauptmieterin der Filiale. Geschäftsführer Jan Lehmann nannte es am Freitag „verwunderlich“, dass der Vertrag von der neuen Betreibergesellschaft Potsdam Marketing und Service GmbH (PMSG) im Januar bis 2018 verlängert wurde, obwohl die Tourist-Information dort nach dem aktuellen Wirtschaftsplan der PMSG zum vierten Quartal 2016 aufgegeben werden müsste.

PMSG-Geschäftsführer Raimund Jennert hatte das vor einigen Tagen in einem Vortrag vor dem Potsdamer Wirtschaftsrat bekannt gegeben. Nach Angaben der Rathauspressestelle haben die Stadtverordneten aber bereits seit Mitte Oktober 2015 von der geplanten Schließung gewusst. Damals sei der Hauptausschuss unter Ausschluss der Öffentlichkeit darüber informiert worden.

Eine MAZ-Umfrage bei führenden Kommunalpolitikern ergab jedoch, dass die Information über die anstehende Schließung zumindest nicht so erfolgte, dass sie den Beteiligten angesichts einer Fülle weiterer Informationen in Erinnerung blieb. Weder Mike Schubert (SPD), noch Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke), Peter Schüler (Grüne), Matthias Finken (CDU/ANW) oder Wolfhard Kirsch (Bürgerbündnis/FDP) konnten sicher bestätigen, dass darüber gesprochen wurde.

„Die Lage war damals etwas unübersichtlich“, sagte Finken am Freitag. Schüler erinnert sich nicht an Aussagen zur Filiale am Hauptbahnhof, räumt aber ein: „Das heißt nicht, dass darüber nicht gesprochen wurde.“ Ihm sei in Erinnerung, „dass über mögliche Rationalisierung gesprochen wurde“. Kirsch hingegen ist sicher: „Ich habe nichts darüber gehört.“

Wie berichtet, steht die Filiale im Hauptbahnhof seit der Eröffnung einer zweiten Innenstadt-Filiale Ende April an der Humboldstraße zur Disposition. Eine dritte Tourist-Info gibt es am Luisenplatz. Lehman sagte am Freitag, seiner Ansicht nach sollte die Tourist-Info „da sein, wo die Leute ankommen“, nämlich am Hauptbahnhof.

Linke-Kreischef Sascha Krämer hat sich jetzt mit einer kleinen Anfrage ans Rathaus gewandt, in der er neben Vergleichszahlen zu den drei Geschäftsstellen auch abfragt, wie die Information von Touristen im Hauptbahnhof nach Schließung der Filiale dort gewährleistet werden soll.

Finken kündigte einen Gemeinschaftsantrag von CDU/ANW und Grünen zu Tourismusförderung und Marketing an.

Von Volker Oelschläger

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