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Weiter Streit um Bank in Potsdams Mitte

Neubau der Alten Post Weiter Streit um Bank in Potsdams Mitte

Mitte August war die Grundsteinlegung für den Nachfolgebau des „Haus des Reisens“. Lange hatte man um das Projekt am Platz der Einheit gerungen. Im Herbst 2016 zieht hier die Berliner Volksbank mit 40 Mitarbeitern ein. Dennoch reißt die Kritik an dem Bau-Projekt nicht ab. „Mitteschön“ hat sogar eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Oberbürgermeister eingereicht.

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Neubau am Platz der Einheit: Im August war Grundsteinlegung; im Siebenmeilenstiefel-Tempo geht’s voran.

Quelle: Christel Köster

Innenstadt. Es geht voran an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Yorckstraße: Die neue Alte Post wächst rasant in die Höhe. Am 14. August war die Grundsteinlegung. Dann ging es im Eilpost-Tempo weiter. Im Oktober 2016 soll das Eckgebäude fertig sein.

Wo einst Friedrich der Große mit dem Bau der Alten Post die Revolution des Postwesens anstieß und im Jahr 2009 der als „Haus des Reisens“ bekannte Plattenbau abgerissen wurde, entsteht die neue Repräsentanz der Berliner Volksbank. „Wir investieren 6,6 Millionen in den Neubau“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bank, Holger Hatje, bei der Grundsteinlegung. Die Bank wird hier 40 Mitarbeiter haben und die Kompetenzen der bisherigen drei Niederlassungen in der Stadt (Wilhelm-Staab-Straße, Charlottenstraße, Brandenburger Straße) bündeln, die dann nicht mehr weiterbestehen. Der Fünfgeschosser bietet 1600 Quadratmeter Platz. 1270 Quadratmeter nutzt die Bank selbst für das Privat-, Geschäfts- und Firmenkundengeschäft; auch Schließfächer wird es geben. Die dritte Etage soll vermietet werden

Die Berliner Volksbank sieht den Neubau als „klares Bekenntnis für die Stadt Potsdam“. Äußerlich soll die historisch anmutende Fassade nach den Plänen des Potsdamer Architekturbüros Axthelm Rolvien die Erinnerung an die historische Alte Post wiederaufleben lassen, heißt es von Seiten der Volksbank.

Sitz des Postmeisters

Ende des 17. Jahrhunderts hatte Kurfürst Friedrich Wilhelm den Ehrgeiz, das Postwesen zu verbessern. Sein Sohn und Nachfolger, König Friedrich I. in Preußen, verfolgte diesen Ansatz konsequent weiter.

Der Neubau des Eckhauses mit dem Namen „Alte Post“ entstand unter der Regierung Friedrichs des Großen nach Plänen Georg Christian Ungers. Das Gebäude war ein Wohn- und Geschäftshaus, Sitz des Postmeisters und von 1783 bis 1821 ein wichtiger Ort der Kommunikation für die Potsdamer.

Für Generationen gingen hier alle Nachrichten ein und aus. Beim Bombenangriff auf die Stadt am 14. April 1945 beschädigt, wurde es 1958 dem Erdboden gleichgemacht.


Die historische Alte Post hatte Puttenreliefs mit ins spielerische gewandelten Postszenen sowie Bekrönungen mit „Meilenzeigern“. Diese waren von Skulpturen flankiert, welche Personifikationen der vier Erdteile Europa, Asien, Afrika und Amerika sowie Merkur und Fama darstellten.

Dennoch löste das Vorhaben in Teilen der Bevölkerung keine Jubelstürme aus. Die Bürgerinitiative „Mitteschön“ beklagte „offensichtliche Intransparenz“. Die aktuell gebaute Version der Alten Post habe nur noch wenig Ähnlichkeit mit jenem Entwurf des Potsdamer Architekten Bernd Redlich, dem die Stadtverordneten ihren Segen gaben. So gebe es nun beispielsweise statt Redlichs Putzfassade eine „hinterlüftete Natursteinfassade“. In den Augen von „Mitteschön“ ist das eine Missachtung. Denn: „Die Putzfassade wurde von der Stadtverordneten beschlossen und sie stellte im Kaufvertrag eine Verpflichtung zur Umsetzung dar“, moniert Frank Paul von der Bürgerinitiative. Auch BI-Sprecherin Barbara Kuster ist verärgert: „Der Oberbürgermeister war verpflichtet, die Stadtverordneten halbjährlich über das Projekt Alte Post zu unterrichten – doch das ist nicht geschehen!“

Deshalb hat „Mitteschön“ eine Fachaufsichtsbeschwerde gegen Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) eingereicht. Künftig fordert „Mitteschön“ für die Öffentlichkeit „rechtzeitige und umfassende Information“, so Kuster.

Viel Bautätigkeit in der Landeshauptstadt

Das Bornstedter Feld boomt

Das Bornstedter Feld boomt: Unter anderem drehen sich die Baukräne in der Gertrud-Feiertag-Straße. Unweit der Biosphäre entstehen vier Gebäude am Volkspark. Im vierten Quartal 2016 sind die 64 Wohnungen – zwischen 43 und 73 Quadratmeter groß mit Balkons/Loggien und Fahrradabstellräumen – fertig. Ein begrünter Innenhof mit Bänken und Spielgeräten inklusive. Investitionskosten: 8,9 Millionen Euro.

Quelle: Christel Köster
Heiß umkämpft war der Abriss des Hauses Dietz in der Kurfürstenstraße 24/25

Heiß umkämpft war der Abriss des Hauses Dietz in der Kurfürstenstraße 24/25. Trotz Bürgerprotests war nichts mehr zu machen, weil das Gebäude nicht denkmalgeschützt war. Nun ist der Nachfolgerbau unter Regie der Helma Wohnungsbau GmbH aus Lehrte so gut wie fertig. Die Fassade wird durch vorspringende Gebäudeteile gegliedert. Im Haus sind 31 Wohnungen von 60 bis 150 Quadratmetern Größe.

Quelle: Christel Köster
Die Zweifachsporthalle in der Kurfürstenstraße soll im Herbst 2016 fertiggestellt werden, inklusive der Außenflächen

Die Zweifachsporthalle in der Kurfürstenstraße soll im Herbst 2016 fertiggestellt werden, inklusive der Außenflächen. Kosten: 5,75 Millionen. Die Halle ist 22 mal 44 Meter groß und sieben Meter hoch. Was man am Rohbau noch nicht erahnen kann, ist die Klinkerfassade, die das vom Kommunalen Immobilienservice (Kis) errichtete Gebäude dann haben wird. Neben Schulen können auch Vereine den Neubau nutzen.

Quelle: Christel Köster
Wenn jemand passiv ist, bedeutet das meist nichts Gutes

Wenn jemand passiv ist, bedeutet das meist nichts Gutes. Bei Häusern liegen die Dinge allerdings etwas anders. Die beiden vierstöckigen Passivhäuser, die derzeit in der Geschwister-Scholl-Straße 72 in Potsdam-West gebaut werden, verursachen dank extrem hoher Dämmung und einer Lüftungsanlage sehr niedrige Heizkosten. Unter der Bauleitung von DGI Bauwerk entstehen hier 33 Wohnungen.

Quelle: Christel Köster

Von Ildiko Röd

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