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Weiter Verdacht auf Missbrauch an Kitas

Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt Weiter Verdacht auf Missbrauch an Kitas

Im März war ein Verfahren wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauch an zwei Potsdamer Kitas des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJF) eingestellt worden. Wie die MAZ erfuhr, sieht die Staatsanwaltschaft nun neue Aspekte in dem Fall und ermittelt wieder.

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Die Staatsanwaltschaft hat ihren Sitz im Justizzentrum in der Jägerallee.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Ermittlungen gegen einen Hausmeister waren eingestellt worden, doch nach einer Elternbeschwerde hat die Potsdamer Staatsanwaltschaft das Verfahren wieder aufgenommen: Im Fall von Missbrauchsvorwürfen an zwei Potsdamer Kitas des Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerks (EJF) wird nach MAZ-Informationen wieder ermittelt.

Staatsanwalt Christoph Lange bestätigt das am Mittwoch auf Anfrage. Wenn eine Beschwerde begründete, neue Aspekte liefere, etwa einen weiteren Zeugen, werde dieser auch nachgegangen, so Lange.

Wie berichtet, hatten Eltern im März Beschwerde eingelegt, nachdem das Verfahren gegen den EJF-Mitarbeiter, der an den Kitas „Clara Zetkin“ und „Am Kanal“ tätig war, eingestellt worden war. Ein Tatnachweis habe nicht geführt werden können, obwohl viele Zeugen befragt worden seien, hatte Staatsanwältin Sigrid Komor erklärt. Eltern monierten, dass ihr Kind als mutmaßliches Opfer und damit Hauptzeuge gar nicht befragt worden sei.

Der Kita-Mitarbeiter war im November 2014 angezeigt worden. Das EJF teilt nun in einem Brief an die Elternvertreter der betroffenen Kitas mit, dass der Mann weiterhin dem Dienst fern bleibe. Im März hatte eine EJF-Sprecherin erklärt, dass der Mitarbeiter durch die gegen ihn erhobenen Vorwürfe persönlich sehr belastet und seit einigen Monaten krankgeschrieben sei.

Verfahren gegen Unbekannt noch offen

Offen ist auch noch ein Verfahren gegen Unbekannt an einer weiteren EJF-Kita. Auch in der Einrichtung „Am Heiligen See“ haben Eltern Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erhoben. Weil ihrem Anzeigewunsch bei der Polizei nicht ordnungsgemäß nachgekommen worden sei, hatten Betroffene in dem Fall auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde bei Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke eingelegt.

Von Marion Kaufmann

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