Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Wellemeyer inszeniert „Drei Schwestern“
Lokales Potsdam Wellemeyer inszeniert „Drei Schwestern“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:41 07.04.2016
„Drei Schwestern“ ab Freitag im Hans-Otto-Theater. Quelle: HOT/Böhme
Anzeige
Potsdam

Wenn am Freitagabend im Hans-Otto-Theater der Vorhang zur Premiere des über einhundert Jahre alten, vielgespielten Stücks „Drei Schwestern“ des russischen Dramatikers Anton Tschechow aufgeht, werden sich gleich mehrere Fragen des Potsdamer Publikums beantworten. Neben der nach den grundsätzlichen Erwägungen, die sich bei Inszenierung von Klassikern ergeben und den Gründen, die den Intendanten Tobias Wellemeyer bewogen haben, selbst die Regie zu übernehmen, wird das auch die Frage nach dem Bühnenbild sein.

Das Stück, das meist als Dokument der gesellschaftlichen Lethargie im vorrevolutionären zaristischen Russland gelesen wird, bietet reichlich Deutungsansätze und somit auch Zeitbezüge. Außerdem ist es ein Traumstück für jeden Schauspieler und das gilt nicht nur für die Rollen der drei Schwestern Olga (Melanie Straub), Mascha (Marianna Linden) und Irina (Nina Gummich). So offen manche Fragen auch noch sein mögen, die Frage nach dem Bühnenbild ist bereits beantwortet. Die MAZ hatte Gelegenheit mit Harald Thor zu sprechen, den man mit Fug und Recht als einen der Stars der Inszenierung bezeichnen kann.

Der 1956 in Salzburg geborene Österreicher studierte am dortigen Mozarteum Bühnengestaltung und machte 1982 seinen Abschluss mit Auszeichnung. Nach einer ersten Anstellung in Coburg gelangte er 1984 an die Staatsoper in München und übernahm dort nach zwei Jahren die Ausstattungsleitung. Seither hat der unprätentiös auftretende sympathische Bühnenbildner mit seinen Kreationen weltweit Erfolge gefeiert. Sie lückenlos aufzuzählen ist schon aus Platzgründen unmöglich. Von den rund zweihundert Bühnenbildern seien stellvertretend nur die für die großen Bühnen in Hamburg, München, Berlin, Dresden, Frankfurt, Wien, Basel, Havanna, Seoul, Moskau und Tokyo genannt. Im vergangenen Jahr wurde der umtriebige Künstler mit dem Faust- Theaterpreis ausgezeichnet. Thor erhielt diese Auszeichnung für sein Bühnenbild in „Die Soldaten“ mit einem bespielbaren überdimensionalen mobilen Kreuz als zentralen Blickfang. Diese Inszenierung der Staatsoper München wurde im gleichen Jahr als Aufführung des Jahres geehrt.

Befragt was ihn bei solchen Erfolgen immer wieder auch an kleinere Bühnen, wie das Potsdamer Theater, verschlagen würde, nennt er zwei Gründe: „Ich finde es richtig toll, was solche Häuser mit einem relativ kleinen Etat auf die Beine stellen.“ Außerdem sei ihm die Zusammenarbeit mit den Regisseuren wichtig und da gäbe es einige, mit denen man eben besser harmoniere als mit anderen. Bei denen erübrige sich dann vieles und man verstehe sich blind. Auch deshalb habe er immer wieder mit Regisseuren wie Andreas Kriegenburg und Stefan Huber zusammengearbeitet. Gleiches gelte für Wellemeyer mit dem er nun schon das fünfte Projekt angehe. Thor sagt: „Er ist ein unglaublich gut vorbereiteter Regisseur, der sehr lange probt.“ Da kann es nicht überraschen, dass nach der Premiere von „Drei Schwestern“ am Freitag schon das nächste gemeinsame Unternehmen feststeht. Anfang 2017 wollen Wellemeyer und Thor dann ihre Sicht auf Lessings „Nathan der Weise“ in Potsdam vorstellen.

Von Lothar Krone

Die „Negativpresse“ macht ihm zu schaffen – und er möchte seinem privaten Leben mehr Aufmerksamkeit schenken. Der wegen seiner kriminellen Vorgeschichte in die Kritik geratene Pogida-Chef Christian Müller hört auf. Heute wird vorerst die letzte Pogida-Demo in Potsdam stattfinden. Alle weiteren „Spaziergänge“ wurden vorerst abgemeldet. Doch ganz vorbei ist es dennoch nicht.

07.04.2016

Am Freitag startet in Potsdam die Unterschriftensammlung unter dem Motto „Kein Ausverkauf der Potsdamer Mitte“. In dem Bürgerbegehren geht es um mehr als nur den Erhalt des umstrittenen Hotels Mercure. Wir erklären, für welche Gebäude die Initiatoren kämpfen und wo die Unterschriften gesammelt werden.

07.04.2016
Potsdam Online-Versteigerung von Fundsachen startet 18 Uhr - Kurioses und Wertvolles unterm Hammer

Aufgepasst! Um 18 Uhr startet wieder die Online-Versteigerung von Fundsachen in Potsdam. Für Schnäppchenjäger und für Sammler von Kuriositäten ein wichtiger Termin! 31 hochwertige Fahrräder kommen unter den Hammer, aber auch Gebisse und Regenschirme. Worauf es ankommt ist – Geschwindigkeit.

07.04.2016
Anzeige