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Potsdam Wellness-Oase im Baulärm
Lokales Potsdam Wellness-Oase im Baulärm
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02:15 13.04.2017
Jessica Denninger (links) und Nancy Müller bieten ihre Kosmetikbehandlungen in neuen Räumen an. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
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Kirchsteigfeld

Großformatige Bilder mit asiatisch anmutenden Landschaften, in hellen Beigetönen gestrichene Wände, blaue Samtsofas, Meditationsmusik vom Band. Eine Oase der Ruhe und Entspannung will Jessica Denninger mit ihrem Kosmetikstudio im Potsdamer Kirchsteigfeld schaffen. „Auszeit“ hat sie ihren Salon genannt und ihn vor rund vier Wochen an neuer Stelle eröffnet. Das Gebäude ist gleich geblieben, die Räume sind neu.

Bohrmaschinen-Getöse, Handwerker hämmern und sägen – der Rückzugsort für Schönheitsrituale und Alltagsstress-Abschalten befindet sich derzeit inmitten einer lauten Geräuschkulisse. Denningers Nachbar soll die Supermarktkette „Rewe“ werden. Aus diesem Grund musste die Potsdamerin ihr Kosmetikkonzept auch an einen neuen Standort verlegen. Der Fluchtweg des Supermarktes sollte durch ihren ursprünglichen, kleineren Beauty-Salon führen. „Ich wollte mich schon länger vergrößern“, sagt sie. „Als ich von dem Fluchtweg erfahren habe, musste ich es.“

Von 49 auf 96 Quadratmeter ist das Studio „Auszeit“ gewachsen. Drei Behandlungskabinen gibt es jetzt, ein Bad mit Badewanne und einen Empfangsraum mit Sitzecke – eine enorme Veränderung, aber alles nach Plan. Denn der Vermieter gestaltete die Räume in Absprache mit Jessica Denninger, ließ Wände versetzen, einen Fußboden in Holzoptik verlegen.

„Für den Lärm haben unsere Kunden Verständnis. Sie wollen ja auch, dass Rewe bald hier eröffnet“, sagt die 35-jährige Kosmetikerin. Von der Supermarktkette erhofft sie sich positive Effekte: „Rewe ist kein Billigkauf, hat ein gutes Image. Das kann uns nur nützen und unsere Kunden können schnell Mehl oder Milch besorgen.“ Kaiser’s schloss Ende 2015, seitdem fehlt ein Nahversorger im Wohngebiet.

Im Kirchsteigfeld ist es wie in einem Dorf

Als sich Jessica Denninger vor drei Jahren selbstständig machte mit ihrem Beauty-Salon, hatte auch sie manchmal Angst, es nicht zu schaffen in dem Neubauviertel. Einen anderen Standort wollte sie trotzdem nicht. „Im Kirchsteigfeld ist es wie in einem Dorf. Jeder kennt jeden, eine heile Welt“, sagt sie und fügt hinzu: „In die Innenstadt wollte ich nie. Da reiht sich ein Kosmetikstudio neben das andere.“

Die Frauen, die sich im „Auszeit“ eine Massage gönnen, die Fingernägel lackieren oder Make-up auflegen lassen, kommen meist seit Jahren hierher, sind feste Stammkunden. Rund 80 Prozent wohnen im Kirchsteigfeld, der Rest fährt aus den umliegenden Dörfern oder aus Babelsberg hierher.

Dass der Kosmetiksalon gut ankommen würde im Kirchsteigfeld, zeichnete sich schon während der Eröffnungsfeier ab. „Ich kam gar nicht dazu, hoch zu schauen. Ich habe die ganze Zeit nur Termine aufgeschrieben“, erzählt Jessica Denninger. 2009 zieht sie mit ihrem Mann von Berlin-Friedrichshain in das Neubauviertel am Stern-Center. Sie verliebt sich sofort in die bunten Häuser, will unbedingt hier wohnen. „Berlin war für uns keine Stadt, um eine Familie zu gründen. Das Kirchsteigfeld schon“, so die Mutter zweier Kinder, die vor ihrer Selbstständigkeit im Wellnessbereich mehrer Hotels arbeitete. Schwarzwald, Schweiz, Potsdamer Platz – ihre beruflichen Stationen sind von Gegensätzen geprägt. Im Kirchsteigfeld wollte sie alles bündeln: Wohnen, Arbeiten, Familie.

„Ich hatte immer vor, mit Hilfe meines Berufs eine Weltreise zu machen. Im Kleinen habe ich das geschafft“, sagt die Potsdamerin und fügt hinzu: „Die Selbstständigkeit war auch immer mein Ziel. Im Kirchsteigfeld fühle ich mich jetzt richtig angekommen.“

Das Kosmetikstudio „Auszeit“ liegt in der Anni-von-Gottberg-Straße 8 und ist erreichbar unter 0331/27 33 67 00.

Von Anne Mareile Walter

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