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Potsdam „Alexandrowka“ wird zur Tanzbühne
Lokales Potsdam „Alexandrowka“ wird zur Tanzbühne
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10:36 08.06.2015
Flamenco in der Alexandrowka. Quelle: Christel Köster
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Alexandrowka

Nun, weit hatte er es nicht: „Recht frisch, mit federndem Gang schlenderte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Samstagnachmittag ins Festzelt in der Alexandrowka, auf der Obstwiese, gleich neben Jakobs Wohnsitz. 31 Grad zeigte das Thermometer, trieb Besuchern, die mit Bus, Rad oder per pedes zum Unesco-Welterbe-Tag in die russische Kolonie gekommen waren, den Schweiß auf die Stirn. War’s die drückende Hitze oder angekündigte dräuende Unwetter: Anfangs war der Zustrom zum Familienfest ein wenig verhalten. Doch zur Eröffnung füllten sich Festzelt und Wiesen und spätestens als die jungen Tänzer aus der Tanzakademie Marita Erxleben ihre Tanzshow starteten, war das Zelt gut gefüllt. Denn anlässlich der Jahreskampagne „Potsdam bewegt“, widmete sich der Welterbe-Tag in diesem Jahr dem Thema Tanz, insbesondere Flamenco, Samba und Tango – allesamt gehören auch sie zum „immateriellen Weltkulturerbe“.

Die Aufnahme der Potsdamer Schlösser und Gärten ins Unesco-Welterbe jährt sich zum 25. Mal. Jakobs nahm das zum Anlass, zu betonen, wie wichtig ihm der Welterbestatus seiner Stadt sei: Hatten doch Äußerungen des Oberbürgermeisters, ein Entzug des Welterbestatus müsse für Potsdam per se nicht unbedingt etwas Schlimmes sein, vor geraumer Zeit für Kritik gesorgt. „Wir sind stolz darauf, dass wir das haben“, sagte Jakobs nun. „Daraus erwächst eine Verpflichtung zur Bewahrung dieser Stätten, daraus erwachsen Herausforderungen für eine behutsame Stadterweiterung, der wir durch die Pufferzonenvereinbarung und dem Ausgleich von Interessen gerecht werden.“ „Das Welterbe gehört zur Marke Potsdam“, setzte er noch hinzu. Immerhin: Im Streit um Zukunft und öffentliche Nutzung des verwilderten Welterbe-Parks am Pfingstberg wird, wie berichtet, jetzt sogar erwogen, den Park in die Verantwortung der Stadt zu übernehmen; mit den entsprechenden finanziellen Folgen.

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In der Alexandrowka war ein Festzelt aufgebaut.

Am Welterbe-Standort Alexandrowka gab es am Wochenende unterdessen noch mehr zu feiern: 25 Jahre währt die Städtepartnerschaft Potsdam-Perugia. Der neue junge Bürgermeister Perugias, Andrea Romizi, war dazu mit Gefolge ins 1380 Kilometer entfernte Potsdam gekommen. „Die italienischen Gäste haben italienisches Wetter gleich mitgebracht“, sagte Jakobs, während die umbrische Band „Swingle Kings“, an solche Temperaturen gewöhnt, völlig entspannt für heiße Rhythmen sorgte. Helfer hatten ein Einsehen, öffneten Seitenwände des Zeltes und die Gäste konnten aufatmen. Draußen taten Rasensprenger ihre Dienste, beim Stand der Wasserwerke gab’s das kühle Nass gratis und eine lange Schlange dazu.

Von Konstanze Wild

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