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Potsdam Weltkriegsbombe in Potsdam entschärft
Lokales Potsdam Weltkriegsbombe in Potsdam entschärft
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08:10 08.11.2013
Sprengmeister Mike Schwitzke und die entschärfte 250-Kilo-Fliegerbombe Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe russischer Herkunft wurde gestern im Potsdamer Wildpark sicher entschärft. Zuvor konnte ein 20-Kilogramm-Blindgänger kontrolliert gesprengt werden. „Es verlief alles nach Plan“, sagte die Einsatzleiterin des Ordnungsamtes der Landeshauptstadt Ilona Hönes.

Der Sperrkreis zog sich in einem Radius von 800 Metern um den Fundort, denn Splitter können im Falle einer Explosion bis zu einen Kilometerweit fliegen. Seit 8.30 Uhr waren die Bundesstraße 1 zwischen Potsdam und Geltow und die Bahnlinie zwischen Potsdam und dem Flughafen Schönefeld gesperrt. Da sich im Sperrkreis keine Wohnhäuser befanden, mussten keine Evakuierungen eingeleitet werden. Allerdings blieb der Bahnhof Pirschheide gesperrt, eine Tankstelle und ein Erotik-Shop wurden geschlossen.

Sprengmeister Mike Schwitzke hatte am Donnerstag mal wieder alles im Griff: Auch bei der neuerlichen Bombenentschärfung in Potsdam bewahrte er Ruhe.

Um 10.55 Uhr meldete Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst die erfolgreiche Sprengung und Entschärfung. Alle Sperrungen wurden danach aufgehoben.

Schon im September konnte eine ähnliche Fliegerbombe in der Innenstadt nach der systematischen Munitionssuche entschärft werden. Die gestern gesicherten Bomben sind die fünften und sechsten Sprengkörper in Potsdam in diesem Jahr, bei denen der Kampfmittelbeseitigungsdienst im Einsatz war. Die beiden Bomben wurden bei einer Durchsuchung eines 40 Hektar großen Waldstückes gefunden. Daneben sind auch Hülsen und Munition entdeckt worden, erklärte Stadtsprecher Jan Brunzlow.

Immer wieder werden in Potsdam Blindgänger aus dieser Zeit gefunden. Seit der Wende wurden laut Angaben der Stadtverwaltung über 150 Blindgänger in der Landeshauptstadt unschädlich gemacht.

„Das Besondere an dieser Bombe ist, dass das Leitwerk gut erhalten ist. Das ist selten“, sagte Sprengmeister Mike Schwitzke über die Fünf-Zentner-Bombe, die 140 Kilogramm Sprengstoff enthielt. Der 41-Jährige hat täglich mit Munition zutun – „von der Gewehrpatrone bis hin zur Fliegerbombe“. Der Sprengmeister und sein technischer Assistent konnten die beiden Zünder der Bombe schon beim ersten Ansetzen sauber entfernen.

 17 Jahre war Schwitzke bei der Bundeswehr, konnte durch viele Lehrgänge und erfahrene Sprengmeister sein Handwerk lernen. Angst hatte er keine vor dem Einsatz: „Ich weiß, dass ich meine Hausaufgaben gemacht habe“.

84 Leute waren an der Aktion beteiligt, darunter Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der Polizei, des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, des Ordnungsamts der Landeshauptstadt Potsdam, der Deutschen Bahn, der Feuerwehr und des Verkehrsbetriebs in Potsdam (ViP).

» Zur Sonderseite "Blindgänger in Potsdam"

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