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Potsdam Weniger Läufer, weniger Spenden, viel Stimmung
Lokales Potsdam Weniger Läufer, weniger Spenden, viel Stimmung
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18:37 19.06.2016
Mehr als 550 Läufer waren beim 14.Mukoviszidose-Freundschaftslauf im Sportpark Luftschiffhafen dabei. Zum Start stiegen blaue Luftballons in den Himmel. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Luftschiffhafen

Weniger Läufer, weniger Runden, weniger Spenden – der Freundschaftslauf für Mukoviszidosekranke hat bei seiner 14. Auflage geschwächelt. Erstmals fand das Benefiz-Spektakel im Sportpark Luftschiffhafen statt. Am Sonntag haben 550 Frauen, Männer und Kinder innerhalb von fünf Stunden auf insgesamt 12 675 Stadionrunden mehr als 25 000 Euro erlaufen. Die Runden wurden jeweils von Sponsoren „vergütet“.

Seit 2003 organisiert der Mukoviszidose-Landesverband Berlin-Brandenburg die Freundschaftsläufe mit teils mehr als 700 Teilnehmern und 50 000 Euro Erlös. In der Vergangenheit waren die Läufer im Lustgarten für den guten Zweck unterwegs. Das sportliche Ereignis sei seitens des Hotels Mercure unterstützt worden, mit dem Besitzerwechsel im Frühjahr endete das Engagement, bedauerte Landesverbandschef Dirk Seifert. Der Standortwechsel habe Teilnehmer gekostet. Mit dem aktuellen Erlös sei man dennoch „nicht unzufrieden“. Das Geld gehe in ambulante Physiotherapie, Klimakuren, Beratung und in einen Sozialfonds für die Betroffenen der unheilbaren Stoffwechselerkrankung.

Von Anfang dabei ist Dirk Thiele, Moderator beim TV-Sender Eurosport, der bei jedem Muko-Lauf Sportler im Schlepptau hat. Wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade samt Thrombose konnte Volleyballerin Lisa Rühl vom SC Potsdam die Teilnehmer „nur“ moralisch unterstützen. Ein paar lockere Runden liefen Bob-Olympiasieger Kevin Kuske, der erst nach dem von Ex-Sozialministerin Dagmar Ziegler (SPD) abgegebenen Startschuss erschien, sowie Paul Twarz, Handball-Keeper des VfL Potsdam und des Junioren-Nationalteams.

Angesagt hatte sich auch „Tatort“-Kommissar Jörg Hartmann. Der Schauspieler ließ sich jedoch entschuldigen – er sei auf dem Weg nach Köln zu einem Dreh. Zum dritten Mal schwitzte Regisseur Frederik Steiner beim Muko-Lauf. Der Absolvent der Babelsberger Filmhochschule „Konrad Wolf“ hatte 2013 das bewegende Sterbehilfe-Drama „Und morgen Mittag bin ich tot“ gedreht, in dessen Mittelpunkt eine todkranke junge Frau steht. Bei den Recherchen lernte Steiner Anne von Fallois vom Mukoviszidose-Bundesvorstand kennen und ist dem Verein seither verbunden.

Von Ricarda Nowak

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