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Potsdam Wenn Stichflammen zu Rammstein tanzen
Lokales Potsdam Wenn Stichflammen zu Rammstein tanzen
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19:07 15.02.2016
Jonas Strubich und Tom Fabian Knebel zeigen am Flammenrohr die Teilchenbewegung. Quelle: Friedrich Bungert
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Bis Donnerstag dreht sich für die Schüler der elften und zwölften Klassen des Hermann-von-Helmholtz Gymnasiums alles um die Wissenschaft. In Präsentationen ihrer älteren Mitschüler und in Vorträge von geladenen Gästen lernen die Elftklässler die abiturrelevanten Themen des kommenden Schuljahres kennen. Unter anderem präsentierte der Abschlussjahrgang am Mittwoch die Kurse Biologie, Geschichte und Französisch. Der Physikkurs von Heike Hammermeister wartete mit einem „Science Slam“, einem Wissenschaftswettbewerb, auf. Die „Ω-Wolf“ Gruppe, beispielsweise, stellte die vier Elemente vor, der australische Protagonist Steve wird auf eine spannende Reise geschickt.

Mit Experimenten begeistern

Die Aula im zweiten Stock ist abgedunkelt, nur eine kleine Lampe leuchtet die aufgebauten Utensilien auf dem Tisch aus. Von der Seite kommen vier Schüler in fluoreszierenden Kitteln, mit Schutzbrillen und Handschuhen herein und zeigen anhand des „Elefantenzahnpasta“-Tricks wie das Element Wasser reagiert und integrieren durch die Glimmspanprobe mit einem Streichholz das Element Feuer. Dies wird auch im folgenden Experiment zur Teilchenbewegung verdeutlicht. Aus einem Flammenrohr glimmen durch Gasteilchen erzeugte Stichflammen, die schlagartig zu einsetzender Metalmusik deutschen Band Rammstein, tanzen. Ausgelöst durch die veränderten Frequenzen der Schallwellen, wie Tom erklärt. Bestimmt hätten die Schüler auch sehen wollen, wie Wasser in einer Mikrowellen zum explodieren gebracht werden kann. Doch die Experimentalphysik hat ihre Tücken. Glücklicherweise konnte ein Video aushelfen. Den Bereich der Astrophysik erklärt der Australier „Steve“ der durch das Universum reist, um exotherme Planeten zu erkunden. Dabei wird ihm übel mitgespielt. Die Schüler erklären die Umstände der kuriosen Planeten GJ 1214b oder Gliese 876d: zu heiß, gasförmig, zu große Erdanziehung. Je nach Gegebenheit ertrinkt, verbrennt, explodiert oder backt Steve.

Wissenschaftstage kommen gut an

Physik muss nicht immer langweilig sein. Schulleiterin Grit Steinbuch ist davon überzeugt, „dass das Projekt besser angenommen wird, wenn Schüler von Schülern lernen“. Ebenso freut sie sich über den Vortrag eines ehemaligen Absolventen. Sven Mischkewitz, Student am Hasso-Platter-Institut, referiert über den 3D-Druck in der Industrie und Zuhause. „Toll ist auch, dass sich die Eltern einbringen“, sagt Steinbuch weiter. „Der Vortrag über den Islam am Donnerstag trägt ein Vater vor“. Des Weiteren wird der Mathematik-Professor Metzger der Universität Potsdam und eine Referentin der Deutschen Bundesbank, Christiane Engellandt-Kranen, begrüßt.

Zum zwölften Mal werden die Wissenschaftstage dieses Jahr veranstaltet und sie sind mittlerweile fester Bestandteil der Schule, wie Steinbuch stolz erzählt. „Wir wollen die Schüler mit Blick auf die Studienwahl für wissenschaftliche Themen begeistern. Und das klappt wunderbar.“ Auch im nächsten Jahr werden die Wissenschaftstage wieder veranstaltet.

Von Lisa Neumann

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