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Potsdam Wenn aus Nachbarn Freunde werden
Lokales Potsdam Wenn aus Nachbarn Freunde werden
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19:07 16.05.2016
Der neue Garten wurde zum Tangoparkett. Quelle: Foto: Friedrich Bungert
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Brandenburger Vorstadt

Es ist vollbracht – der Nachbarschaftsgarten in der Geschwister-Scholl-Straße 34 ist am Pfingstmontag eröffnet worden. Den Auftakt bildete die Tango-Tanzgemeinschaft „Tanguito“. Den Hauptbahnhof, die Wilhelmgalerie und schließlich den Garten verwandelten die Tanzpaare in ihre Tanzfläche.

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Pfingstmontag 2016: In der Brandenburger Vorstadt veranstaltet das Stadtteilnetzwerk Potsdam West den Auftakt für den Nachbarschaftsgarten. In der Geschwister-Scholl-Straße haben Nachbarn und Freunde noch viel zusammen vor.

Von der Straße sieht das Haus unbewohnt und etwas verwahrlost aus. Ein hoher Bauzaun umringt das Gebäude, der Vorgarten ist zugewuchert. Nichts lässt darauf schließen, dass hier ein Fest stattfindet. Seitlich des alten Gemäuers führt ein breiter, gepflasterter Weg auf das Grundstück hinter dem Haus. Hier ertönt auf einmal Musik, am Ende des weitläufigen Platzes steht ein bunt bemalter Bauwagen und zwischen Gartenmöbeln spenden große Sonnenschirme Schatten. Der Wind bläst Grillgeruch herüber und ein Fuchs verschwindet zwischen den Brennnesseln. Fast unvorstellbar, dass sich hinter dieser Ruine ein idyllischer, ruhiger Garten befindet.

Der Nachbarschaftsgarten ist für alle da

Eine Frau kommt angeradelt, in der Hand ein Blech Kuchen. „Kannst du mir das mal schnell abnehmen?“ ruft sie einem Mann zu. In der Zwischenzeit sind auch einige Familien gekommen, die Kinder wuseln umher, Großeltern machen es sich gemütlich. Zwischen all den Nachbarn sitzt Daniel Zeller, der Projektleiter der Scholle 34. Immer wieder begrüßt er Leute, organisiert schnell noch Gläser oder plauscht mit den Leuten. Es scheint, als ob er jeden kennt – und umgekehrt.

Genau das ist auch die Projektidee: ein Begegnungs- und Nachbarschaftsgarten. „Es ist ein Traum“, schwärmt Zeller. Seit 2014 befreien Aktivisten des Stadtteilnetzwerkes das Grundstück von Wildwuchs. „Wir können froh sein, dass in der Nachbarschaft die Bereitschaft zu helfen so groß ist“, erzählt Zeller begeistert. Mit dem Projekt möchte er ein Gemeinschafshaus mit und für die Nachbarschaft verwirklicht haben. Unter anderem ein Nachbarschaftsgarten und eine Relax-Arena gehören dazu. Auch ein Saal mit 1000 Quadratmetern Fläche soll entstehen.

Derweil tummeln sich immer mehr Menschen im Garten, auf der mobilen Tanzfläche tanzen nunmehr auch Kinder, aus dem Bauwagen reichen junge Erwachsene Getränke – da arbeitet die nächste Generation schon mit.

Das Gelände liegt zentral in der Stadt, vermittelt gleichzeitig aber eine familiäre Atmosphäre, bei der sich jeder willkommen fühlt. Am Bauwagen steht eine Wandtafel. Sie zeigt die Vorhaben der nächsten Monate. Einen Zeitplan, bis wann alles fertig sein soll, gibt es nicht. „Auch ein Garten muss wachsen“, sagt Zeller entspannt.

Von Lisa Neumann

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