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Potsdam Werner Rudolf Götze im Kunst-Kontor
Lokales Potsdam Werner Rudolf Götze im Kunst-Kontor
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18:09 14.03.2017
Friedrike Sehmsdorf vor den Götz-Gemälden „Die Insel“ und „Über allen Wipfeln ist Ruh“. Quelle: Friedrich Bungert
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Potsdam

Gelb-orange Blüten, fließendes Grün vor einem Gebirgsmassiv. Federbäume, die sich im Wasser spiegeln. Eine Gletscherkante. Der Mond. Die Glut eines Vulkans, oder ist es ein Feuer am Rand eines düsteren Waldes? Abendstimmung. „Über allen Wipfeln ist Ruh.“ Eine Zeile von Hochhäusern schwimmt in flirrender Luft, fällt in sich zusammen mit einer gewaltigen Wolke aus Staub und Dreck. Daneben im Ausschnitt ein chromglänzendes Heck. „Geschwindigkeit“ heißt dieses Bild.

Die Gemälde von Werner Rudolf Götz spielen mit der Fantasie und den Erinnerungen des Publikums. Abstrakt, expressiv, verträumt, mit weichen Konturen, weit geöffneten Räumen, mit Kraftzentren, in denen es lodert und glüht, Farbspiegelungen auf öligem Wasser und in schmelzendem Eis, mit Landschaften, lieblich verträumt wie vom Mittelmeer über die Alpen bis hinauf zu den rauen Küsten am Rande des Polarkreises.

Die Entstehung der Bilder ist ungewöhnlich. Der Künstler malte sie am Computer mit der Maustaste. Am Wochenende wurde die Ausstellung „Computergemälde 2014-2016“ im Kunst-Kontor am Jungfernsee eröffnet. Es ist nicht nur das erste Mal, dass Galeristin Friederike Sehmsdorf eine Ausstellung mit ausschließlich digital generierten Bildern präsentiert. Sie eröffnet damit zugleich eine Jubiläumssaison. Im Mai feiert die Galerie am Bertiniweg ihr zehnjähriges Bestehen.

Werner Rudolf Götz, geboren 1951 in Bamberg, verheiratet, drei Kinder, kam erst sehr spät zur bildenden Kunst. Als junger Mensch war er Musiker und Schauspieler. Mitte der 1970er Jahr war er Bassist in der legendären Anarchoband „Ton Steine Scherben“. Später arbeitete er in einem Studio für Großfotografie und als Bauhandwerker, studierte Architektur und gründete schließlich mit seiner Frau Martina das gemeinsame Architekturbüro „Götz Architekten“.

Forum für zeitlose Kunst

Die Galerie Kunst-Kontor – Forum für zeitlose Kunst am Jungfernsee wurde im Mai 2007 mit einer Ausstellung von Nicolaus eröffnet, der vom 26. März bis zum 1. Mai mit der Ausstellung „Chapeau! Nicolaus – Werke aus 40 Jahren“ erneut im Hause ist.

Insgesamt wurden seither 56 Ausstellungen in der Galerue und im Skulpturengarten präsentiert, hinzu kamen 16 Ausstellungen in Kooperation mit Museen, Ausstellungshäusern und Institutionen.

Die Jubiläumsausstellung „Sternstunden – zehn Jahre Kunst-Kontor“ wird am 6. Mai eröffnet. Bis zum 32. September präsentiert die Galerie Arbeiten unter anderem von Susanne Kraißer, Christoph Löffler, Grita Götze, Peer Oliver Nau, Bettina Moras, Strawalde, Robert Metzkes, Wieland Förster, Gudrun Brüne, Carl C. Weber und Johannes Heisig.

Im September soll im Kunst-Kontor eine Einzelausstellung des Kleinmachnower Karikaturisten Rainer Ehrt gezeigt werden.

Info Mehr auf www.kunst-kontor-sehmsdorf.de, Kontakt 0331/581 73 66.

Der zweite Schlaganfall fesselte ihn an den Rollstuhl. Die rechte Hand funktionierte noch. Im Computer entdeckte Götz Programme für eine digitale Staffelei. Die Galeristin, der er einige seiner Bilde zeigte, ermutigte ihn: „Ich sagte zu ihm: Mach mal weiter, das ist gut, was du da machst.“ Für den perfekten Farbdruck experimentierten sie dann gemeinsam. Die meisten Gemälde sind mit hoher Auflösung auf Bütten gesetzt, vereinzelt finden sich in der Ausstellung auch Farbtafeln auf Alu-Dibond. Die meisten Arbeiten wurden in einer Auflage von jeweils fünf Exemplaren gedruckt.

Die Computergemälde von Werner Rudolf Götz sind im Kunst-Kontor bis zum 19. März zu sehen. Am 26. März folgt mit „Chapeau!“ eine Ausstellung mit Werken aus 40 Jahren des Berlin-Blumberger Künstlers Nicolaus, dem die Galerie in besonderer Weise verbunden ist. Mit fantastisch verfremdeten Stadtlandschaften von Nicolaus hatte Friedrike Sehmsdorf ihr Kunst-Kontor im Mai 2007 eröffnet.

Bertiniweg 1 A; Sonderöffnungszeiten Di-Fr 15-19 Uhr, Sa/So 13-18 Uhr.

Von Volker Oelschläger

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