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Potsdam „Wichteln“ soll selbstverständlich werden
Lokales Potsdam „Wichteln“ soll selbstverständlich werden
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00:23 09.12.2018
Dieser Nikolaus wartete am Donnerstagmorgen in der Friedrich-Ebert-Straße darauf gefunden zu werden. Quelle: privat
Potsdam

Der Nikolaustag verbreitete in diesem Jahr in Potsdam ein Gefühl von Ostern. Denn wer aufmerksam durch die Stadt ging, konnte kleine, oft schokoladige Geschenke entdecken. In zahlreichen Stadtteilen haben sich am Donnerstag Einwohner an der „Wichtel“-Aktion der Potsdamer Bürgerstiftung beteiligt und für einen fremden Menschen ein kleines Präsent an Zäunen, Ästen oder Türklinken hinterlassen.

„Ich habe sechs Geschenke verpackt und rund 15 andere gesehen“

„Ich habe sechs Geschenke verpackt und auf meinem Weg am Morgen rund 15 andere gesehen“, sagt Marie-Luise Glahr. Die Vorsitzende der Potsdamer Bürgerstiftung zeigte sich sehr zufrieden damit, wie die Potsdamer ihrem Aufruf gefolgt sind. „Ich habe das Gefühl, dass in allen Ecken der Stadt gewichtelt wurde“, sagt sie. Genau wissen könne man es nicht, denn „Wichteln ist ja ein heimliches Geschäft“, so Glahr.

Firmen sollen sich künftig stärker beteiligen

Im mittlerweile siebten Jahr der Aktion haben sich neben Privatpersonen auch die Landeshauptstadt und die Potsdamer Feuerwehr beteiligt. Auch an Schulen konnte die Bürgerstiftung das Wichteln erstmals bewerben. „Mein Wunsch für die Zukunft ist es, dass sich Firmen anschließen und Flyer oder eigene Geschenke auslegen. Ich möchte, dass es selbstverständlich wird, das in Potsdam gewichtelt wird“, sagt Glahr.

in der Brandenburger Vorstadt – der ausgeschnittene Nikolaus stammt vom Flyer der Bürgerstiftung und macht das Präsent als teil der Aktion kenntlich. „Für Dich!“ steht darauf. Quelle: privat

„Wir leben in Zeiten, in denen der Ton schärfer und vor einer Spaltung unser Gesellschaft gewarnt wird. Das Wichteln ist dabei ein Zeichen für ein sichtbares Miteinander“, so Glahr. Dass die Präsente wie so manches versteckte Osterei erst lange danach entdeckt werden, befürchtet Glahr nicht. „Auf dem Rückweg meines Spaziergangs waren alle Geschenke, die ich vorher noch gesehen hatte, schon gefunden worden.“

Von Peter Degener

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