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Wichtelpäckchen an Laternen, Zäunen, Klinken

#Potsdamwichtelt Wichtelpäckchen an Laternen, Zäunen, Klinken

Im Rahmen der Aktion „Potsdam wichtelt“ hatte die Bürgerstiftung dazu aufgerufen, kleine Wichtelgeschenke in der Stadt aufzuhängen. Die Idee trug Früchte – viele Potsdamer haben mitgemacht. Womöglich kann sich Potsdam so in Zukunft zur Wichtelhauptstadt wichteln.

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Wichtelgeschenke

Quelle: privat

Potsdam. In Potsdam waren die Weihnachtswichtel unterwegs. Am Nikolaustag hingen überall in der Stadt kleine Päckchen an Straßenlaternen, Gartenzäunen und Türklinken. Im Rahmen der Aktion „Potsdam wichtelt“ hatte die Bürgerstiftung dazu aufgerufen, kleine Präsente aufzuhängen. Und tatsächlich haben Bekannte und Freunde, aber auch völlig Fremde gegenseitig Päckchen in der Nachbarschaft verteilt – in der Hoffnung, dass sie jemandem eine Freude zum Nikolaus machen könnten.

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Wer am Nikolaustag die Augen offen hielt, konnte in Potsdam kleine Wichteleien entdecken. Zur Aktion „Potsdam wichtelt“ hatte die Bürgerstiftung aufgerufen.

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Rund 10 000 Kartenanhänger hatte die Stiftung im Vorfeld in Potsdamer Cafés und Bäckereien auslegen lassen, um auf die Aktion aufmerksam zu machen. Wie viele davon am Ende an einem der kleinen Päckchen hingen, ist aber kaum zu sagen. Denn natürlich verrichten Weihnachtswichtel ihre gute Tat gemeinhin unerkannt und im Geheimen – so ist eine Päckchenstatistik nur schwer möglich.

Marie-Luise Grahl hat sich als Vorsitzende der Potsdamer Bürgerstiftung jedenfalls über die anonymen Geschenke in der Stadt gefreut. „Das sind kleine, nette Gesten“, sagt Grahl. „In einer Zeit der schlechten Meldungen ist das ein Zeichen, sich nicht abzuschotten“. Für Grahl ist die Aktion auch ein Beweis, dass es in der Adventszeit noch mehr um Aufmerksamkeiten untereinander, als um die großen Geschenke geht: „Weihnachten ist häufig nur noch Konsumzeit. Da braucht es ein freundliches Miteinander“, sagt die Vorsitzende der Bürgerstiftung, die die Wichtel-Aktion bereits im vierten Jahr veranstaltet. Dabei hatte es im Vorfeld durchaus Zweifel gegeben, ob die Aktion nach dem Aufsehen erregenden Fund einer Paketbombe am vergangenen Freitag wie geplant stattfinden könne.

Durch die weiterhin andauernde Fahndung nach einem unbekannten Erpresser des Logistikunternehmens DHL hatte die Polizei dazu aufgerufen, bei Paketen ohne Absender besonders vorsichtig zu sein. „Es ist immer eine schwierige Abwägung, inwieweit sich die Allgemeinheit von den Bedrohungen Einzelner einschränken lässt. Aber im Zweifel geht Sicherheit natürlich vor“, sagte Grahl am Dienstag. Doch nach ausführlicher Rücksprache mit der Polizei Brandenburg und Potsdam konnte die Bürgerstiftung die Aktion wie geplant durchführen.

So kamen am Mittwoch viele kleine Päckchen zu Stande, die das Miteinander in der Stadt stärkten und auch im nächsten Jahr wieder für nette Gesten unter Nachbarn sorgen sollen. Denn Marie-Luise Grahl und die Bürgerstiftung wollen ihre Aktion natürlich fortführen – um Potsdam irgendwann einmal zur inoffiziellen Wichtelhauptstadt zu machen.

Von Ansgar Nehls

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