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Wicklein: „Ich bin keine OB-Kandidatin“

Bundestagswahl 2017 Wicklein: „Ich bin keine OB-Kandidatin“

Der Rückzug von Andrea Wicklein (SPD) aus dem Bundestag hat Spekulationen genährt, dass die Potsdamerin zur Oberbürgermeisterwahl 2018 in ihrer Heimatstadt antreten könnte. Im Gespräch mit der MAZ stellt die Politikerin jetzt klar, dass sie keine Ambitionen auf den Posten hat.

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Andrea Wicklein

Quelle: privat

Potsdam. Andrea Wicklein wird zur Bundestagswahl 2017 nicht mehr antreten. Dies hatte sie am Dienstag in einem Brief an die SPD-Mitgleider in ihrem Wahlkreis bekannt gegeben. Im Gespräch mit der MAZ äußert sie sich zu Spekulation über eine mögliche OB-Kandidatur.

MAZ: Warum treten Sie nicht zur nächsten Bundestagswahl an?

Andrea Wicklein: Es ist für mich eine persönliche Entscheidung. 2017 bin ich vier Legislaturperioden im Deutschen Bundestag gewesen. Das kostet viel Kraft. Es ist ein Mandat auf Zeit. Ich habe es all die Jahre sehr ernst genommen, es ist eine große Ehre, diesem Parlament anzugehören. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht.

MAZ: Sie sind 2017 noch in den 50ern...

Wicklein: Wenn auch knapp!

Sie sind populär und könnten ja noch andere Ämter interessant finden – zum Beispiel das des Potsdamer Oberbürgermeisters.

Wicklein: 2017 werde ich 59 Jahre alt sein. Ich fühle mich sicher nicht amtsmüde, habe noch ausreichend Energie, um mich anderen Dingen zuzuwenden. Mich zurückziehen und ins stille Kämmerlein setzen, werde ich sicher nicht. Aber definitiv werde ich nicht als Oberbürgermeisterin für meine heiß geliebte Heimatstadt Potsdam antreten. Der Zeitaufwand für ein solches Amt wäre sicher genau so hoch wie für mein jetziges. Und ich möchte ja künftig gerade mehr Zeit haben für mich privat, für meine Familie, meine dann zwei Enkelkinder und meine Mutter, die 90 Jahre alt ist. Im Amt des Oberbürgermeisters kann man nicht kürzer treten.

Finden Sie, fürs Potsdamer OB-Amt sollte Jann Jakobs noch einmal antreten?

Wicklein: Er hat sich, so denke ich, nicht entschieden. Möglich wäre es, weil die Altersgrenze entfällt. Ich halte es also für denkbar.

Für wünschenswert?

Wicklein: Ich hätte kein Problem damit, wenn Herr Jakobs noch einmal antritt für die SPD.

Schwebt Ihnen jemand vor als Bewerber für das nach ihrem Rückzug freiwerdende Bundestagsmandat?

Wicklein: Nein, ich werde mich in die Kandidatensuche nicht einmischen. Das ist Sache der Partei, der Parteibasis. Ich habe die Partei deshalb so früh informiert, dass ich nicht mehr antreten werde, damit ausreichend Zeit für eine ordentliche Kandidatensuche ist. Im nächsten Jahr ist die Nominierung. Ich wollte es nicht so machen wie Katherina Reiche (CDU), die mitten in der Legislaturperiode geht und Verbands-Geschäftsführerin wird. Das finde ich nicht gut.

Streben Sie ein anderes Mandat an – Stadtverordnete oder Landtagssitz?

Wicklein : Das ist nicht mein Plan.

Von Ulrich Wangemann

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