Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Wie ein Ersthelfer zum Lebensretter wurde
Lokales Potsdam Wie ein Ersthelfer zum Lebensretter wurde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 23.02.2017
Ronny Neupert von der Feuerwehr Potsdam dankte Ersthelfer Patrick von Schmudel für seinen Einsatz. Quelle: Julian Stähle
Groß Glienicke

Es sind Bilder, die man sein Leben lang wohl nicht vergisst: Patrick von Schmudel steht immer noch sichtlich bewegt an der Bundesstraße 2 bei Groß Glienicke, wo er vor zwei Tagen für fünf Verletzte eines schweren Unfalls zum rettenden Ersthelfer wurde.

Es war am Freitag gegen 21 Uhr. Der Soldat , der in Götz wohnt, befand sich auf dem Heimweg als er bemerkte, wie etwa 100 Meter vor ihm zwei Autos kollidierten und sich drehten. Sofort regierte der gelernte Sanitäter und stoppte seinen Wagen. Zusammen mit anderen Zeugen, darunter auch ein Kinderärztepaar, eilte er zu den Unfallwracks. „Man konzentriert sich in so einer Situation nur auf die Patienten und versucht, alles Mögliche zu machen“, beschreibt der Familienvater die ersten Augenblicke an der Unglücksstelle. „Zunächst kümmerten wir uns um das Kind, dann bin ich zu dem Vater hin. In dem anderen Auto waren dann noch zwei Schwerverletzte“, schildert von Schmudel.

Die Autos sind bei dem Unfall schwer beschädigt worden. Quelle: Julian Stähle

Ein Opfer schwebt noch in Lebensgefahr

Ihm und den anderen Helfern ist es vermutlich auch zu verdanken, dass alle Beteiligten dank der guten Erstversorgung überlebt haben. Der Beifahrer des zweiten Unfallfahrzeugs befindet sich noch immer in Lebensgefahr. Der 23-Jährige liegt mit Brüchen beider Beine, eines Arms und des Beckens sowie Verletzungen an inneren Organen nach wie vor auf der Intensivstation des Potsdamer Bergmann-Klinikums.

„Es ist wichtig, dass man hilft“, erklärt der Helfer weiter. Besonders geärgert habe er sich über einige Autofahrer, die einfach an der Unfallstelle vorbeigefahren seien.

Insgesamt sind fünf Personen Menschen verletzt worden bei dem Unfall. Quelle: Julian Stähle

Dem kann Ronny Neupert von der Feuerwehr Potsdam nur zustimmen: „Wichtig ist zumindest, dass ein Notruf abgesetzt wird.“ Viele hätten Angst etwas falsch zu machen, so der Profretter,„das ist aber nicht möglich!“. Man solle am besten anhalten, dabei die Eigensicherung beachten, Warndreieck aufstellen und dann die Unfallstelle erkunden. Danach einen Notruf absetzen und dabei den genauen Ort und die Anzahl der Verletzten durchgeben. Danach müssten die Retter eingewiesen und Erste Hilfe geleistet werden. Er bedankt sich ausdrücklich bei Patrick von Schmudel für seinen „heldenhaften Einsatz“. Durch diese vorbildliche Leistung habe er auch den Einsatzkräften sehr geholfen.

Von Julian Stähle

Ein schwüler Sommertag. Im Asylheim am Potsdamer Stadtrand finden sich ein paar Pakistaner zum Cricket zusammen. Es kommt zum Streit: Am Ende rastet ein 23-Jähriger aus und schlägt einen Kumpel, der den Streit schlichten will, krankenhausreif. Jetzt trafen sich die Männer vor Gericht wieder.

20.02.2017
Potsdam Neues Bildungsbüro für Potsdam - Alles rund ums Lernen unter der Lupe

Mit einem Bildungsbüro will die Stadt Akteure aus Kita, Schule und Ausbildung besser vernetzten und Defizite bis auf Stadtteilebene erforschen. Auch die Arbeit mit Flüchtlingen soll verbessert werden.

20.02.2017
Potsdam Potsdam: Kritik am Finanzkonzept - Experten: Garnisonkirche wird viel teurer

Die Kritiker des Wiederaufbaus der Garnisonkirche lassen nicht locker. Mit Berufung auf Experten geben sie an, dass der Bau des umstrittenen Gotteshauses und die jährlich notwendigen Rücklagen für die Instandhaltung mehr Geld verschlingen werden, als angegeben. Dies gehe auf Kosten der Kirchensteuerzahler.

20.02.2017