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Wiedemann steht bereit

SV Babelsberg 03 wählt neuen Aufsichtsrat / Neuer Vorstand wohl erst Anfang Mai Wiedemann steht bereit

Nicht nur sportlich bleibt es spannend beim abstiegsgefährdeten Fußball-Drittligisten SV Babelsberg 03. Offenbar wird der vor zehn Tagen vom Amtsgericht eingesetzte Notvorstand, bestehend aus Unternehmer Archibald Horlitz und Rechtsprofessor Götz Schulze, über die außerordentliche Mitgliederversammlung am kommenden Mittwoch hinaus den Kiezverein führen.

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Dieter Wiedemann.

Quelle: Christel Köster

Frühestens Anfang Mai soll es wieder einen regulären Vorstand geben, hieß es gestern aus Vereinskreisen. Das Amtsgericht hatte den Notvorstand ohnehin bis zum 30. Juni bestellt.

„Der Verein muss endlich raus aus diesem Zwischenreich“, sagte der bisherige Nulldrei-Vorstandschef Dieter Wiedemann. Wiedemann erklärte gestern gegenüber der MAZ seine Bereitschaft, für den „nicht eben vergnügungssteuerpflichtigen“ Posten wieder zur Verfügung zu stehen – „wenn ich denn gefragt werde“. Unklar sei, ob der ehemalige Filmhochschul-Präsident sein Team mit denselben Leuten besetzen will wie bisher. Mit einzelnen Vorständen gab es zuletzt Unstimmigkeiten, etwa über die Intensität der Pressearbeit.

Das Prozedere: Am Mittwoch wird von den Nulldrei-Mitgliedern in einem Uni-Hörsaal am Griebnitzsee ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Erstmals gibt es eine einwöchige Einspruchsfrist, erst dann werde sich der Aufsichtsrat konstituieren und einen neuen Vorstand bestellen. Die bisherigen neun Aufsichtsratsmitglieder wollen dem Vernehmen wieder antreten. „Mir sind keine Abgänge bekannt“, sagte gestern Guido Koch, bislang Chef des Gremiums.

Wer künftig Vorstandschef werden soll, sei noch nicht beraten worden, so Koch. Notwendig wurde die außerordentliche Mitgliederversammlung, weil die Gremien des Drittligisten nach Ansicht des Amtsgerichts zuvor nicht rechtmäßig zustande gekommen waren. Damit folgte die Justizbehörde der Auffassung des Ex-Vorstandes Frank H. Walter-von Gierke, der die Legitimation von Aufsichtsrat und Vorstand angezweifelt und einen Notvorstand beantragt hatte (MAZ berichtete). Schulzes und Horlitz’ Bilanz bislang: Trainer Christian Benbennek wurde freigestellt, die Zusammenarbeit mit Manager Klaus Brüggemann in „beiderseitigem Einvernehmen“ beendet. Als „zwei aufgeklärte Diktatoren“ bezeichnete ein Insider die Notvorstände: „Sie haben es leichter durchzugreifen als ein demokratisch kontrolliertes Gremium, auf Dauer kann man den Verein so nicht führen“, sagte ein Insider.

Wiedemann wünscht sich spätestens bis zur Nulldrei-Festwoche ab 24. Mai einen regulären Vorstand. Und eine Woche später müssen die Lizenzunterlagen für die 3. Liga eingereicht werden. „Es steht dem Verein besser zu Gesicht, wenn dieses Papier nicht ein Notvorstand unterzeichnet hat“, sagte Wiedemann. (Von Ricarda Nowak)

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