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Wieder Baupfusch an der Da-Vinci-Schule

Schulneubau in Potsdam wird nicht fertig Wieder Baupfusch an der Da-Vinci-Schule

Die „Unglücksbaustelle“ an der Da-Vinci-Gesamtschule bleibt: Wie jetzt bekannt wurde, wird sich die Fertigstellung weiter verzögern. Es wurde zu nasser Estrich verwendet.

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Baustelle Da-Vinci-Schule.

Quelle: Köster

Potsdam-West.
Der nächste Baupfusch an der Leonardo-Da-Vinci Gesamtschule in der Haeckelstraße: Weil zu nasser Estrich verwendet wurde und sich zudem sichtbarer Schimmel an den Wänden gebildet hat, ruhen die Bauarbeiten am 25-Millionen-Euro-Musterbau im Bornstedter Feld für unbestimmte Zeit. Das gab am Mittwoch Bernd Richter, Werkleiter des Kommunale Immobilen Service (Kis), bekannt. Damit ist der Umzug der Gesamtschule zum Start des neuen Schuljahres geplatzt.

Bereits vor vier Wochen hatten sich laut Richter erste Anzeichen auf Feuchteprobleme im Neubau gezeigt. „Wir haben umgehend Gutachter beauftragt“, so Richter. Über die Höhe des Schadens sei zwar noch keine Aussage möglich, aber zur Ursache. Nach jetzigem Kenntnisstand sei die Rezeptur des Ausgleichsestrichs die falsche gewesen. Der Ausgleichsestrich – er wird vor dem eigentlichen Estrich auf die Rohdecke aufgetragen, um die Rohr- und Kabelhöhen und andere Unebenheiten auszugleichen – ist deshalb nicht vollständig getrocknet und im Inneren noch immer feucht. Die Bauarbeiter gingen aber offenbar davon aus, dass die Schicht wie normalerweise üblich nach 48 Stunden fest und tragfähig ist. Sie bauten weiter, brachten Dämmung und Folie auf und pumpten schließlich den Estrich drauf. Spätestens, als sich an den Sockeln einiger Wände Schimmel zeigte, war man alarmiert, so Richter. Einer der Sachverständigen habe nun die Empfehlung ausgesprochen, zur Vermeidung weiterer Schäden die Arbeiten ruhen zu lassen. Betroffen sind die zukünftigen Klassenräume auf allen Etagen – insgesamt 5000 Quadratmeter –, nicht aber das Foyer und die Turnhalle, die wie geplant im September für die benachbarte Container-Grundschule in Betrieb gehen kann.

Wie man die Feuchte und den Schimmel nun wieder los wird, darüber zerbrechen sich die Experten noch immer die Köpfe. „Derzeit nehmen die Gutachter jede Menge Proben“, so Richter. Bevor ein Sanierungskonzept erarbeitet werden kann, sei herauszufinden, ob es sich bei dem Schimmel um eine gesundheitsgefährdende Art handelt oder nicht. „In drei Wochen wissen wir, ob man die Böden trocknen kann oder ob man – das ist der schlimmste Fall – alles rausreißen und neu einbauen muss.“

Der Da-Vinci-Campus ist eine regelrechte Sorgen-Baustelle. Weil es Probleme mit der Planung gab, erfolgten bereits der erste Spatenstich im September 2014 und die Grundsteinlegung im März 2015 mit einem Dreivierteljahr Verspätung. Im Dezember 2015 das nächste Desaster: Bei einer Routinekontrolle entdeckte der Kis, dass mit der Betonqualität der jeweils 400 Quadratmeter großen Decken über dem ersten und zweiten Geschoss etwas nicht stimmt. Das Richtfest fiel aus, die Arbeiten in den betroffenen Räumen lagen auf Eis. Weil alle Zeitpuffer aufgebraucht waren, präsentierte der Kis im Januar einen mit dem Schulamt und den betroffenen Schulen abgestimmten Notfallplan, der nun greift. Demnach bleibt die Da-Vinci-Gesamtschule vorerst an ihrem angestammten Standort in der Haeckelstraße in Potsdam West. Das Gymnasium, das zum neuen Schuljahr in der Haeckelstraße starten sollte, zieht übergangsweise ins Oberstufenzentrum I an der Jägerallee. Für den Aufwuchs der Da-Vinci-Schule werden Räume im Souterrain der Zeppelin-Grundschule in der Haeckelstraße genutzt. „Sowohl das Schulamt als auch die vier Schulen sind über den Baustopp und Plan B informiert worden“, so Richter. „Sie freuen sich natürlich nicht, sind aber kooperativ.“

Von MAZ online

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