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Wieder Streit bei der Feuerwehr in Potsdam

Angestellter verklagt Stadt Wieder Streit bei der Feuerwehr in Potsdam

Der seit Monaten schwelende Streit hinter den Kulissen der Potsdamer Berufsfeuerwehr beschäftigt erneut die Justiz – jetzt wurde ohne Einigung vor dem Arbeitsgericht verhandelt. Es geht um den Urlaub mit der Familie auf der einen Seite und die Gefährdung der Einsatzbereitschaft auf der anderen Seite.

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Die Stadt Potsdam und ein Angestellter streiten vor dem Arbeitsgericht.

Quelle: dpa

Potsdam. Nach dem Rechtsstreit um nicht bezahlte Überstunden bei der Berufsfeuerwehr befindet sich die Landeshauptstadt Potsdam mitten in der nächsten juristischen Auseinandersetzung. Diesmal geht es um städtische Angestellte, die in der Feuerwehrleitstelle eingesetzt sind. Ein Mitarbeiter verklagt die Stadt, weil sie dem Familienvater in den anstehenden Herbstferien keinen Urlaub gewähren will. Am Donnerstag standen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor dem Potsdamer Arbeitsgericht gegenüber.

Der 48-jährige technische Angestellte möchte die Herbstferien mit Frau und Kind verbringen. Der Sohn ist acht, die Familie ist also auf die schulfreie Zeit für gemeinsame Erholung angewiesen. Ein Kollege will ebenfalls frei. Früher sei das kein Problem gewesen, sagt der Kläger. Doch nun will die Stadt die Anträge nicht genehmigen. Wehrleute vermuten, dass das durch den Überstunden-Streit vergiftete Betriebsklima schuld daran ist. Vor zwei Wochen versammelten sich 60 Kameraden zu einer Mahnwache vor dem Rathaus. Die Anwältin der Stadt verwies am Donnerstag darauf, dass es vergangenen Oktober „Probleme“ gegeben habe, weil sich der Urlaub zweier Kollegen in der Leitstelle um vier Tage überschnitt. Weil die Probleme seitens der Stadt nicht konkretisiert wurden, vertagte Richter Lutz Weide die Verhandlung auf den 21. Juli.

Stadt sieht Einsatzbereitschaft in Gefahr

Ihrem Mandanten sei vom Arbeitgeber gesagt worden, dass die Einsatzbereitschaft der Leitstelle „akut gefährdet“ sei, wenn zwei Leute gleichzeitig Urlaub nehmen, sagte Anwältin Alexa Graeber nach der Verhandlung. Das sei nicht der Fall, widerspricht der Angestellte, der für dieses Jahr noch 37 Tage Urlaub hat. „Wir haben Bereitschaftsdienste, wo auch nur drei Kollegen da sind“, sagt er. Dass es im Vorjahr angeblich zu Problemen während seines Urlaubs gekommen sei, sei ihm erst jetzt, Monate später, beim nächsten Urlaubsantrag gesagt worden. „Es geht um den Umgang“, sagt er. „Die interne Kommunikation stimmt nicht.“

Stadtsprecher Jan Brunzlow erklärte nun am Donnerstag nach dem Gerichtstermin auf Anfrage: Der Fall betreffe zwei IT-Spezialisten, die für die technische Funktionsfähigkeit der Leitstelle mitverantwortlich seien. Die Technik müsse zu jeder Zeit funktionieren. „Um dies sicherzustellen, sollten längere, vorhersehbar gleichzeitige Freistellungen nicht erfolgen.“

Von Marion Kaufmann

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