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„Wild“ im Thalia-Kino in Potsdam

Teils verstörend, aber brillant „Wild“ im Thalia-Kino in Potsdam

Ania ist eine schüchterne Frau, die ein eher freudloses Leben führt. Eine Begegnung mit einem Wolf, den sie trifft, während sie nach Hause geht, verändert ihr Leben auf ungeahnte Weise... Über aufregende Dreharbeiten mit dem Wolf berichteten Hauptdarstellerin Lilith Stangenberg und „Wild“-Regisseurin Nicolette Krebitz jetzt im Babelsberger Thalia-Kino.

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Regisseurin Nicolette Krebitz (l.) und Hauptdarstellerin Lilith Stangenberg im „Thalia“.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Babelsberg. Was die zarte Schauspielerin Lilith Stangenberg und Franko-Star Gérard Depardieu gemeinsam haben? Sie standen mit demselben Wolf – Nelson – vor der Kamera. „Depardieu hat sich vor Angst jedes Mal betrunken“, gab Lilith Stangenberg am Sonntagabend im Thalia-Kino eine Anekdote des Tiertrainers weiter. Sie selbst – Hauptdarstellerin in Nicolette Krebitz’ intensivem Frau-verliebt-sich-in-Wolf-Film „Wild“ – habe die eigene Angst „schnell überwunden“. Drei Wochen vor Drehstart lernte sie Nelson bei dessen Tiertrainer in Ungarn kennen. Ein Wolf ist scheu, lasse sich nicht domestizieren: „Er bleibt ein gefährliches Raubtier.“

Die Schauspielerin führte Nelson an der Leine, ließ ihn neben sich laufen, redete mit ihm, sollte ihn „anlocken und verführen, so dass er die Angst vor mir verliert“. So wurde die 27-Jährige zu Hauptfigur Ania, die mit dem Wolf kuschelt, in einer Wohnung lebt und später mit ihm in die Wildnis von Halle an der Saale durchbrennt. Am Sonntag besuchten Lilith Stangenberg und Nicolette Krebitz (43, „Unter dir die Stadt“) das Babelsberger Kiezkino. Krebitz ist vor allem als Schauspielerin bekannt und hat ihre vierte Regie-Arbeit (rechnet man eine „Deutschland 09“-Episode dazu) abgeliefert, die furiose Weltpremiere beim Sundance Film Festival feierte. Die Grundidee kam Nicolette Krebitz, in Träumen, in denen immer wieder ein Wolf erschienen sei. Ob „Wild“ eine Aussteigergeschichte sei, wurde sie im „Thalia“ gefragt. Anders: Die unscheinbare Hauptfigur Ania „steigt in ihr Leben ein, bekommt eine Stimme“, sagte Nicolette Krebitz. Ihre Botschaft: „Vielleicht wartet das eigene Leben woanders.

Wie ein Wolf riecht, wollte ein Besucher wissen. „Total wohlig, ganz anders als ein Hund. Der Wolf ist ein reinliches Tier und riecht toll.“ Und: „Die Ausstrahlung eines Wolfes verlässt einen nicht. Die Rolle hat meine Wahrnehmung auf die Welt verändert.“

Im Publikum saßen auch Liliths Eltern, die ihre Tochter öffentlich lobten, so Papa Thomas Stangenberg: „Der Film hatte verstörende Momente. Aber ich fand dich brillant, Lilith.“ Zwei Sätze, die man so stehen lassen kann.

Info: „Wild“, Di. 14.30 & 21.15, Mi. 19 & 21.15 Uhr, Thalia-Kino, Rudolf-Breitscheid-Straße 50.

Von Ricarda Nowak

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