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Willkommen zurück, Ringerkolonnade!

Potsdams Alte Mitte Willkommen zurück, Ringerkolonnade!

Mit der Einweihung der Kolonnade auf dem Steubenplatz hat die Umgestaltung des Landtagsumfelds ihren Abschluss gefunden. Zur Party am Freitag gab es nicht nur eine rote Riesenschleife, sondern auch richtige Ringer. Der Regen machte ihnen aber einen Strich durch die Rechnung. OB Jakobs nutzte die Feier für einen Seitenhieb gegen das laufende Bürgerbegehren.

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OB Jann Jakobs (l.), Stadtpräsidentin Birgit Müller und Horst Müller-Zinsius (r.) mit Ringern und Riesenschleife.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. Kurz und knackig, feucht und fröhlich: So fiel am Freitagnachmittag die Einweihungsfeier für die fertig sanierte und restaurierte Ringerkolonnade auf dem Steubenplatz am Landtag aus. Leider ging wegen des Regens auch ein origineller Programmpunkt „baden“. Die kleinen und großen Ringerinnen und Ringer des RC Germania Potsdam hatten zwar in ihren blauen Sportanzügen Aufstellung zwischen den Säulen genommen, konnten aber leider nicht zum Einsatz kommen – zu gefährlich wegen der Feuchtigkeit. Die Arbeiten an der Kolonnade schlugen mit 450 000 Euro zu Buche. Die namensspendenden Ringer konnten aus Kostengründen noch nicht restauriert werden – Spender dürfen sich angesprochen fühlen.

Kleine Ringer – aber nicht richtig in Action, weil das wegen der Nässe zu gefährlich gewesen wäre

Kleine Ringer – aber nicht richtig in Action, weil das wegen der Nässe zu gefährlich gewesen wäre.

Quelle: Gartenschläger

Trotz der Nässe hielt bei der Einweihung immerhin die rote Riesenschleife an der Säulenreihe. Mit vereinten Kräften wurde sie von Stadtpräsidentin Birgit Müller (Linke), Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und Pro-Potsdam-Geschäftsführer Horst Müller-Zinsius aufgezupft. Ein kleiner Handgriff für die Honoratioren – ein großer Schritt für die Potsdamer Mitte. Denn die Einweihung der restaurierten Kolonnade, die jahrelang ein Exil-Dasein am Neptunbassin im Lustgarten geführt hatte, ist gleichzeitig der Schlusspunkt in der Umgestaltung des Landtagsumfelds. Insgesamt mehr als 40 Millionen Euro sind in das Mega-Projekt geflossen. Dazu gehörten unter anderem die neue Straßenbahnbrücke über die Havel, die Umgestaltung der Kreuzung Breite-/Friedrich-Ebert-Straße, die Sanierung des Obelisken am Alten Markt, die Pflasterung der Flächen rund um den Landtag und die Verlegung der Tramtrasse. Zudem wurden der Eingangsbereich zur Freundschaftsinsel umgestaltet und das Ufer der Alten Fahrt hergerichtet.

Jakobs: Seitenhieb gegen Bürgerbegehren

„Aber wir sind noch nicht fertig in der Mitte“, sagte Oberbürgermeister Jakobs, der seine kurze Rede auch für einen kräftigen Seitenhieb gegen das aktuell laufende Bürgerbegehren nutzte. Das Begehren, das sich im Kern um den Erhalt des Mercure-Hotels, der Fachhochschule (FH) am Alten Markt und des Staudenhofs dreht, hat laut Auskunft der Initiatoren nach einwöchiger Laufzeit bereits 2216 Unterschriften.

Jakobs warnte die Stadtverordneten davor, sich durch das Begehren „von notwendigen und wichtigen Entscheidungen“ im Hinblick auf die Stadtmitte abbringen zu lassen. Den Vorwurf einer „historischen Fixierung“ wies er zurück. „Rückwärtsgewandt ist es eher, wenn man sagt, dass alles so bleiben soll, wie es ist.“

Pro-Potsdam-Geschäftsführer Bert Nicke äußerte sich am Rande der Einweihung diplomatisch zum Bürgerbegehren: „Das ist gelebte Demokratie, aber es ist nicht Aufgabe des Sanierungsträgers, politische Vorgänge zu bewerten.“

In den kommenden Wochen wird es in der Stadtpolitik um die Fortschreibung des Leitbautenkonzepts mit der künftigen Gestaltung des jetzigen FH-Areals gehen. Im Mai soll den Stadtverordneten eine entsprechende Vorlage präsentiert werden. Nicke hofft auf einen Beschluss „noch vor der Sommerpause“.

Von Ildiko Röd

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