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Potsdam Willkommensfest für Flüchtlinge im Lindenpark
Lokales Potsdam Willkommensfest für Flüchtlinge im Lindenpark
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20:36 10.01.2016
Swana, Elvor und ihre Mutter Nawice aus Afganistan (v.l.). beim Fest.
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Potsdam-Babelsberg

 Ein Klackern und ein Pingen und Pongen war das am Sonntagnachmittag im Lindenpark! Dicht umringt waren Kickertische und Tischtennisplatte während des Willkommensfestes für Flüchtlinge. Paul neben Hassan neben Ralf neben Jonas. Wo lässt es sich besser kennenlernen als beim gemeinsamen Spaß haben!

 Eingeladen hatte die Ende November gegründete Flüchtlingshilfe Babelsberg, in der sich inzwischen mehr als 250 Ehrenamtliche engagieren. Bewegende Worte fand Amin zur Eröffnung. Auf Arabisch, Englisch und auf Deutsch bedankte sich der Flüchtling, der bei einer Familie in Babelsberg lebt, für die Gastfreundschaft der Deutschen, speziell der Potsdamer. Gleichzeitig entschuldigte er sich stellvertetend – „very sorry“ – für die sexuellen Übergriffe in der Neujahrsnacht in Köln, an der auch Flüchtlinge beteiligt gewesen sind. Was dort um den Hauptbahnhof geschehen sei, sei „nicht akzeptabel“, sagte er unter dem Applaus der Anwesenden. Probleme wie in Köln gebe es in Babelsberg nicht, so Marc Liebscher, Vorstandsvorsitzender der Flüchtlingshilfe.

Das Willkommensfest sollte Neu- und Altbabelsberger zusammenbringen – und das klappte! Mehr als 500 Besucher strömten in den Lindenpark, darunter Christa Kozik. Die Schriftstellerin und Filmszenaristin („Moritz in der Litfaßsäule“) brachte Kekse, Baumkuchen und herzhaftes Fingerfood für Gemeinschaftsbuffet, außerdem Bilderbücher für die ganz jungen Geflüchteten mit. Angesichts der vielen fröhlichen Frauen, Männer und Kinder freute sie sich: „Man kann noch an das Gute in den Menschen glauben.“ Hakim (23), der „schreckliche Zustände“ in Afghanistan hinter sich ließ, lobte die „vielen wunderbaren, warmherzigen Leute hier“. Nur das Wetter, das möge er nicht.

Gelegenheit, sich zu begegnen, gibt es ab sofort mittwochs, donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr im offenen Kinder- und Jugendhaus j.w.d. des Lindenpark, sagte Mitarbeiterin Kathrin Finke-Jetschmanegg. In der vergangenen Woche sei das „Begegnungscafé“ testweise geöffnet und von Einheimischen wie Bewohnern der Unterkunft An der Sandscholle „gut angenommen“ worden. Man könne warme Getränke genießen, spielen, sich in Deutsch üben.

Liebe geht durch den Magen, das erste Kennenlernen offenkundig auch – darauf baut die in Potsdam noch neue Netzwerk-Initiative „Welcome Dinner“. Die schöne Idee: Privatleute kochen für Flüchtlinge, geben Einblicke in Kultur und Gewohnheiten hierzulande. Spenden für die weitere Flüchtlingsarbeit in Babelsberg überreichten Vertreter der katholischen Marienschule (3750 Euro) und der Griebnitzsee-Grundschule (800 Euro).

Potsdam ist auf weitere Flüchtlinge vorbereitet: Im Januar und Februar sollen die Unterkünfte Berliner Straße 79, Zeppelinstraße 55 und Konsumhof 1-5 „ans Netz“ gehen. Die Hallen in Neu Fahrland und Drewitz werden vorerst nicht belegt. Geprüft wird, ob die Leichtbauhallen wie geplant an der Friedrich-Engels-Straße oder woanders errichtet werden.

Von Ricarda Nowak

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