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Flüchtlinge empfangen mit offenen Armen

Potsdams Flüchtlinge feierten mit deutschen Nachbarn ein Willkommensfest Flüchtlinge empfangen mit offenen Armen

Ein Willkommensfest für Flüchtlinge feierten Potsdamer und Einwanderer am Freitagnachmittag im Innenhof des Kutschstalles am Neuen Markt. Schirmherren der Veranstaltung waren Alt-Ministerpräsident Manfred Stolpe und Uwe-Karsten Heye, Vorsitzender des bundesweiten Vereins „Gesicht zeigen“.

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Alt-Ministerpräsident Manfred Stolpe (r.) war einer der Schirmherren des Willkommensfestes für Flüchtlinge am Freitagnachmittag im Innenhof des Kutschstalles am Neuen Markt. Quelle: Bernd Gartenschläger

Innenstadt. „Ich konnte das einfach nicht mehr mit ansehen: Auf der einen Seite kämpfen Menschen in Flüchtlingsbooten um ihr Überleben, auf der anderen Seite demonstrieren andere Menschen gegen den vermeintlichen Untergang des Abendlandes. Wenn das Abendland untergeht, dann im Mittelmeer. Ich wollte aus Potsdam ein anderes Zeichen senden. Potsdam ist nicht Dresden“, sagt Matthias Gehrmann, Geschäftsführer der Potsdamer Competence Center für Digitale Medien (CCDM) GmbH. Schon im März war er von seinem Büro in der Schlossstraße hinüber zur Containeranlage an der alten Feuerwache gegangen, um dort die Flüchtlinge zu einem Willkommens-Nachbarschaftsfest einzuladen. Dass allerdings so viele Verbände, Initiativen und Institutionen, wie beispielsweise die Handwerkskammer Potsdam und die IHK, diese Aktion unterstützen, hatte Gehrmann positiv überrascht. Der Innenhof im Kutschstall am Neuen Markt war voll von Potsdamern, die die Einwanderer in ihre Mitte nehmen wollten.

„Für Brandenburg war es schon immer ein Zugewinn, wenn Menschen aus aller Welt hierher kamen“, erinnerte Alt-Ministerpräsident und Schirmherr des Festes Manfred Stolpe. Man müsse aber auch die Ängste mancher Menschen ernst nehmen, frühzeitig mit ihnen reden, wenn in ihrer Nähe ein Übergangswohnheim eingerichtet werden soll und ihnen auch die Chancen der neuen Nachbarschaft aufzeigen. Wie gut das funktionieren kann, könne man an den Flüchtlingswohnungen in der Haeckelstraße sehen, sagte Potsdams Sozialbeigeordnete Ilona Müller-Preinesberger. Aus anfänglichem Misstrauen seien intensive Kontakte geworden. Die Stadt muss in diesem 900 Flüchtlinge aufnehmen. Das bedeute nicht nur Unterkünfte für die Einwanderer zu finden, sondern auch Kita-, Schul- und Arbeitsplätze sowie parallel dazu Bildungsangebote zu organisieren.

Die Unternehmen stünden ausländischen Fachkräften offen gegenüber, bekräftigen Handwerkskammer und IHK gleichlautend. Das Problem seien aber noch die unklaren Rahmenbedingungen, das Arbeitsverbot im ersten Halbjahr sowie die unterschiedlichen Berufsvoraussetzungen.

„Solche Feste müsste es regelmäßig geben, auf denen auch berichtet wird, welche Fortschritte die Integration macht“, wünschen sich Ute und Wilfried Naber aus Potsdam, die das Willkommensfest für sehr wichtig fanden.

Von Heinz Helwig

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