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Winterschäden 2012 auf Neuendorfer Straße

Potsdam geht Teilsanierung im nächsten Frühjahr an Winterschäden 2012 auf Neuendorfer Straße

Die Frostschäden aus dem Winter 2012 auf der Neuendorfer Straße (AM Stern) sind noch deutlich zu sehen und zu spüren. Auf 1,2 Millionen Euro wird die Sanierung des schlimmsten Teils der Neuendorfer Straße geschätzt; schon im Frühjahr 2014 sollen die Arbeiten zwischen Großbeeren- und Nutheschnellstraße beginnen.

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Potsdam. Das erfuhr die MAZ am MIttwoch aus der Stadtverwaltung. Im Frühjahr 2013 hatte man den Zustand der Neuendorfer Straße und der Straße Zum Kirchsteigfeld wiederholt mittels Bohrkernen untersucht, um eine abschnittsweise Instandsetzung festzulegen, deren Ergebnis trotzdem dauerhaft ist. Doch eine angedachte Teilasphaltierung erwies sich als Flickwerk von geringer Haltbarkeit; man fasste eine Grundsanierung ins Auge: einen "großflächigen Eingriff mit einer Tiefe größer sieben Zentimeter, in mehreren Abschnitten im gesamten Straßenzug", teilte Stadtsprecher Markus Klier am MIttwoch mit. Im prioritären Abschnitt werden die Betonplatten in einer definierten Dicke abgefräst, verbleibender Beton wird entspannt (zertrümmert). Dann bringt man eine spannungsabbauende Zwischenschicht (Stress Absorbing Membrane Interlayer/Sami) und die Asphaltschichten auf. Die für unterirdische Medien zuständigen Unternehmen wurden befragt, doch liegen im ersten Abschnitt keine Leitungen. Die neue Fahrbahn wird in Asphalt hergestellt; Geh- und Radwege bleiben unberührt.

Anwohner stöhnen: "Der Zustand der Straße ist katastrophal, es wird seit Jahren nur geflickschustert", so eine Potsdamerin. "Die Straße ist autountauglich. Überall gibt es ausgebesserte Löcher. Sie sollte schöner und für Autos besser gemacht werden", sagte Manuela Oexle, die schon lange Am Stern wohnt.

Wie Klier bestätigt, gibt es "seit Jahren massive Beschwerden" zu Erschütterungen, vor allem von Anliegern der Schwarzschildstraße, herrührend aus der Neuendorfer Straße. Daraufhin wurden die Fugen in der Betonbefestigung in diesem Bereich mehrmals überarbeitet.

Die nun anstehenden Arbeiten haben eine Kostenbeteiligung der Anlieger zur Folge. Ein Beginn der Bautätigkeiten noch im Jahr 2013 sei damit nahezu ausgeschlossen, erklärte Klier. Die formelle Anhörung der Anlieger ist Klier zufolge weitestgehend abgeschlossen. Gemäß Straßenbaubeitragssatzung beteiligen sich die Anlieger mit 30 Prozent an den Gesamtkosten entsprechend Straßenklassifizierung.

Es werden drei Anlieger im ersten Abschnitt zur Kofinanzierung herangezogen, alles Wohnungsunternehmen. Das Möbelhaus Porta ist Anlieger der Straße Zum Kirchsteigfeld und im prioritären Bauabschnitt 2014 nicht betroffen. Unabhängig davon ist dieser Straßenzug Teil der Gesamtuntersuchung zur Verbesserung des Straßenzustands. Der Straßenzug Neuendorfer Straße/Zum Kirchsteigfeld ist zudem Bestandteil des Lärmaktionsplans der Landeshauptstadt Potsdam. Zum Zustand der Neuendorfer Straße gab es "nur wenige" Beschwerden, sagte Klier. Ab 2012 gab es zwei Auto-Schadensfälle, die auf Betonaufbrüche im Bereich der Fugen in diesem Bereich zurückzuführen sind. Es gibt eine auf die Schäden hinweisende Beschilderung.

Die Umsetzung der Maßnahme ist im Frühjahr 2014 bei entsprechender Witterung und mindestens 15 Grad Oberflächentemperatur im ersten Abschnitt angedacht, je nach Ergebnis der Leistungsausschreibung auch in einem zweiten. Absoluten Vorrang hat die Fahrbahn zwischen Galileistraße und Schwarzschildstraße/ Bahnhofstraße. Schrittweise sollen in den folgenden Jahren die nächsten Straßenabschnitte instandgesetzt werden. In den einzelnen Abschnitten werden Klier zufolge unterschiedliche Methoden der Sanierung angewandt.

Die Links-Fraktion will per Beschluss der Stadtverordnetenversammlung den Oberbürgermeister beauftragen, die Sanierung der Neuendorfer Straße im Jahr 2014 zu sichern.

Von Rainer Schüler und Michaela Grimm

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