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Potsdam Winterschlaf für Pflastersteine
Lokales Potsdam Winterschlaf für Pflastersteine
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02:16 25.12.2015
Roswitha Roßnagel (l.) und Liane Kempka hinter’m Zaun. Quelle: Rainer Schüler.
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Innenstadt

„Pflastersteine bekommen mehr Ruhe als ein Herzinfarkt-Patient. Den schickt das Krankenhaus nämlich schon nach ein paar Tagen wieder heim“, ärgert sich Roswitha Roßnagel: „Wir hier müssen Wochen warten.“ Roßnagel ist Verkäuferin im „Fancy Crystal“ und derzeit nicht eben schwer beschäftigt. Fünf bis sieben zahlende Kunden kommen pro Tag in den Laden, der am 13. November am Alten Markt im wiederhergestellten Palazzo Pompeii eröffnet hat, nun aber mit einem Bauzaun abgesperrt ist – „eine Katastrophe für das Weihnachtsgeschäft“, sagt Inhaberin Liane Kempka. An den Seiten gibt es vor den Hausfassaden Durchlässe, die aber offenbar viele Passanten gar nicht wahrnehmen. 15 bis 20 Käufer pro Tag müssten es sein, wenn man Geld der verdienen will, sagt Kempka: „Wenn das so weiter geht, geht es an unsere Existenz.“

Gähnende Leere im neuen, schicken Laden, und das liegt nicht an den Preisen: Swarowski-Kristalle sind ja keine Diamanten. Quelle: Rainer Schüler

Der Sanierungsträger Potsdam, der die Platzgestaltung verantwortet, erklärte am Dienstag, das Pflaster brauche Ruhe und müsse vor Betretung bewahrt werden; man könne es erst im Januar freigeben. Auf die erste Kalenderwoche legte sich Sprecherin Daniela Weigelt auf Nachfrage fest. Warum trotz der Pflasterruhe der Gehweg zum Teil frei ist, konnte sie nicht erklären. „Die italienischen Pflasterer haben uns gesagt: Zwei Tage nicht betreten!“ so Kempka. „Das ist fünf Tage her. Am Otto-Braun-Platz nebenan ließ man dem Pflaster noch weniger Ruhe.“

Der Palazzo Pompeii mit dem „Fancy Crystal“ einsam im Erdgeschoss steht hinter einem Bauzaun, mit dem das frische Pflaster seit einer Woche gegen das Betreten geschützt werden soll. Doch wer direkt an der Hausfassade entlang geht, betritt den Weg bereits. Quelle: Rainer Schüler

Von Rainer Schüler

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