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„Wir machen das, worauf wir Bock haben“

„Lennox“ aus Werder eröffnet Rock in Caputh „Wir machen das, worauf wir Bock haben“

Bereits zum dritten Mal sind die vier Jungmusiker von „Lennox“ aus Werder bei Rock in Caputh dabei. Die Band eröffnet am Freitag das Festival – und hofft dabei nicht nur auf gutes Wetter.

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Tobias (hinten), Stefan, Bella und Max (r.) von „Lennox“.

Quelle: Foto: Privat

Caputh. Stefan Dexheimer (21), Tobias Hopfgarten (20), Maximilian Gierscher (20) und Bella Wedjelek (19) fanden sich am Werderaner Erst-Haeckel-Gymnasium zur Band „Lennox“ zusammen. Mit Coversongs und eigenen Stücken wollen die vier das Publikum heute auf das musikalische Wochenende einstimmen.

Welcher Coversong darf bei keinem Auftritt fehlen?

T
obias Hopfgarten: „American Idiot“ von Green Day ist nie aus dem Set verschwunden. „Wonderwall“ von Oasis hingegen haben wir drei Jahre lang bei jedem Auftritt gespielt, das wurde uns langweilig, den spielen wir nicht mehr.

Wie entscheidet ihr welche Songs ihr covert? Euer Repertoire reicht ja von Punkrock von Blink182 bis zu Balladen von Philipp Poisel …

Hopfgarten: Das Wichtigste ist, dass Max Stimme dazu passt und ob es in unseren Stil passt. Wir versuchen uns nicht in eine Schublade pressen lassen. Wir sagen nicht wir sind eine Rockband, eine Punkband, eine Metalband. Wir machen das, worauf wir Bock haben.

Ihr macht gelegentlich Straßenmusik auf der Brandenburger Straße. Was erlebt man da?

Hopfgarten: Sehr sehr viel! Vom 65-Jährigen, der uns den Rockergruß zeigt über Kleinkinder, die fasziniert vor der Klopfkiste – also dem Cachon – stehen bis hin zum obdachlosen Pöbler, der einem Müll in den Gitarrenkoffer schmeißt. Generell macht es sehr viel Spaß auf der Brandenburger zu spielen, weil man da immer direktes Feedback von den Leuten kriegt, was gut ist, wenn man sich als Band weiterentwickeln will.

Gab es da mal ein Erlebnis, was ihr nicht mehr vergesst?

Max Gierscher: Was mich wirklich berührt hat: Vor zwei Jahren haben wir noch „Hallelujah“ gespielt. Da kam eine nette, kleine Omi auf mich zu, verneigte sich vor mir und hat sich mit Tränchen in den Augen bedankt, dass wir ihr ihren Tag so schön gemacht haben. Das sind natürlich Begegnungen, die man immer wieder gern in Erinnerung ruft.

Gibt es denn so etwas wie Konkurrenz auf der Brandenburger Straße?

Gierscher: Grundsätzlich kann sich da ja jeder hinstellen und spielen, was ja eine schöne Sache ist. Aber viele nutzen das dann aus, dass Menschen den Musikern Geld in den Koffer werfen, und wollen nur daraus profitieren. Das steht bei uns gar nicht im Vordergrund, wir sind auf der Brandenburger, weil wir neue Coverversionen testen wollen, oder auch neue eigene Songs. Es ist natürlich trotzdem ein netter Nebenverdienst, welchen wir dann wieder in die Band investieren können. Zum Beispiel um neue Gitarrensaiten oder Schlagzeugsticks zu kaufen. Manchmal kommen sogar Auftritte dabei rum – wir wurden schon häufiger angesprochen, ob wir auf einer Hochzeit, beim Geburtstag oder einer Jugendweihe spielen können.

Neben „Hasenscheisse“ seid ihr die einzige Band, die dieses Jahr zum dritten Mal in Folge in Caputh dabei ist. Wie habt ihr das gemacht?

Gierscher : 2014 haben wir als erste Band den Festival-Freitag eröffnet, im vergangenen Jahr haben wir uns einfach nochmals beworben. Dieses Jahr hörten wir dann von der „Nicht-zwei-Jahre-hintereinander-Regel“, allerdings hatten wir uns bei dem Bandwettbewerb beworben, bei dem man Auftritte bei „Rock in Caputh“ und „Golm Rockt“ gewinnen konnte, und haben dabei den Auftritt gewonnen.

Dann werdet ihr also nicht von den Festivalmachern bevorzugt.

Gierscher: Nein nein!

Hopfgarten: Wir haben beim Bandcontest den zweiten Platz belegt und da sich die Gewinnerband für „Golm Rockt“ entschieden hat spielen wir in Caputh und freuen uns wieder dabei zu sein.

Gierscher: Es ist auch immer wieder schön, man trifft da viele bekannte Gesichter. Wir waren die Jahre bevor wir selbst aufgetreten sind auch da, haben entweder beim Auf-und Abbau geholfen oder die anderen Bands gefeiert.

Wie geht es euch damit, die erste Band des Festivals zu sein?

Gierscher: Wir werden uns mächtig Mühe geben, dass das Ding gerockt wird und haben schon einen schönen Mix aus bekannten und eigenen Songs zusammengestellt, mit dem wir den Besuchern ordentlich einheizen wollen. Wir haben richtig Bock da anzufangen und ein bisschen auszutesten, wie die Stimmung bei Rock in Caputh-Besucher 2016 so aussieht.

Spielt bitte keine Songs, die den Regen anlocken …

(lachen) Hopfgarten: Letztes Jahr hat das ganz gut geklappt, wir waren eine der wenigen Bands, die Sonnenschein während des Auftritts genießen durften. Direkt nach unserem Abbau hat es geregnet. Das ist ja so ein bisschen der Fluch von Rock in Caputh, den wir aber auch schon auf andere Open Air-Veranstaltungen mitgenommen haben. Bei 60 Prozent unserer Auftritte hat es geregnet, es liegt also nicht nur an Rock in Caputh. Aber selbst wenn, wird alles gegeben und im Regen weitergefeiert.

 

Tickets an der Abendkasse

15 Bands aus Potsdam und Umgebung werden bei „Rock in Caputh“ am 20. und 21. Mai an der Michendorfer Chaussee spielen.

Tickets für beide Tage im Vorverkauf 15 Euro, an der Abendkasse 20 Euro.

Das Camping kostet sieben Euro pro Zelt plus fünf Euro Müllpfand.

Von Friederike Steemann

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