Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Wirbel um Klipps seltsame Stasi-SMS
Lokales Potsdam Wirbel um Klipps seltsame Stasi-SMS
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:33 26.08.2015
Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Baudezernent Matthias Klipp (Grüne). Quelle: Archiv
Anzeige
Potsdam

Eine Privat-SMS des Baubeigeordneten Matthias Klipp (Grüne) wird zum Politikum. Der Dezernent hat aus dem Urlaub an einen Journalisten der „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ eine seltsame Textnachricht geschickt. In ihr verlangte er Auskünfte zu dessen Vita: Ob es stimme, dass der Journalist beim Stasi-Wachregiment „Feliks Dzierzynski“ gedient habe und ob er eine Verpflichtungserklärung beim MfS unterschrieben habe? Peinlich für Klipp: Schon aus biografischen Gründen konnte der Adressat nicht beim DDR-Regiment gewesen sein, da er 1989 erst 14 Jahre alt war.

In der Stadtpolitik sorgt die SMS für Kopfschütteln. CDU-Fraktionschef Matthias Finken erklärte am Mittwoch, er könne sich „gar nicht vorstellen, dass Klipp diese SMS wirklich geschrieben“ habe: „Man muss ihm die Chance geben, etwas dazu zu sagen.“ Deutliche Worte fand Linken-Kreischef Sascha Krämer: „Schlechter Stil und politisch instinktlos. Journalisten so unter Druck zu setzen – einfach irre.“ SPD-Fraktionsvize Pete Heuer: „Sollte sich der Sachverhalt bewahrheiten, bin ich auf die Erklärung von Herrn Klipp gespannt, wenn er – hoffentlich gut erholt – aus dem Urlaub zurückkommt.“ Als „Dummer-Jungen-Streich“ werde sich die Sache sicher nicht abtun lassen, so Heuer.

Auch Klipps Parteifreund, Grünen-Fraktionschef Peter Schüler, spart trotz „allem Respekt und aller Anerkennung für die beruflichen Leistungen des Baubeigeordneten“ nicht mit Kritik: „Dieses letzte Vorkommnis ist – sollte es sich als wahr erweisen – völlig inakzeptabel.“ Klipp müsste sich in diesem Fall „unverzüglich entschuldigen“. Keinen Kommentar zu dem Vorfall gibt es von Klipps Dienstherr, Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Er will sich erst nach einem Gespräch mit dem Dezernenten äußern, der ab Montag wieder im Dienst ist.

Beobachter sind sich einig: Klipps Nerven liegen offenbar blank wegen der Presse-Berichterstattung über seinen Privathausbau.

Klipp selbst, der sich am Mittwochabend auf der Rückreise aus dem Urlaub befand, erklärte, es handele sich um eine satirisch gemeinte Retourkutsche gegen den Journalisten, der ihm im Urlaub „genau solche Anfragen“ geschickt habe. Das sei politisch vielleicht nicht sehr geschickt, aber angesichts des monatelangen öffentlichen Drucks auf ihn, Klipp, und seine Familie habe er nun „eben auch mal gekeilt“.

Von Ildiko Röd

Potsdam-Mittelmark Potsdamer Genossenschaft ändert Wohnungsgrundrisse - Goodbye dunkle Bude, willkommen Licht!

Als Pilotprojekt hat die Wohnungsgenossenschaft „Karl Marx“ aus alten, eher knapp bemessenen Plattenbau-Wohnungen geräumige Quartiere mit ansprechenden Schnitten gemacht. Jetzt können sich Mitglieder die neuen Grundrisse anschauen. Doch Obacht, es wird richtig hell!

27.08.2015
Potsdam Tag des offenen Denkmals 2015 - Die Drahtzieher aus dem Großen Waisenhaus

Die Knaben des Potsdamer Militärwaisenhauses dienten im 18. Jahrhundert als billige Arbeitskräfte. Auch den seltenen Handwerksberuf des „Drahtziehers“ für Golderlernten die Kinder Zum „Tag des offenen Denkmals“ am 13. September eröffnet eine Ausstellung über einen seltenen Handwerksberuf.

29.08.2015

SPD, CDU/ANW und Bündnisgrüne wollen die Zeppelinstraße zwischen Kastanienallee und Geschwister-Scholl-Straße im Frühjahr 2016 innerhalb eines Modellversuchs für mindestens drei Monate auf drei Fahrspuren verengen. Zuvor sollen aber der öffentliche Nahverkehr und das Park-und-Ride-System verbessert werden.

27.08.2015
Anzeige