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Wissenschaftler fordern Willkommenskultur

Potsdam: Interkulturelle Woche 2016 Wissenschaftler fordern Willkommenskultur

Die Interkulturelle Woche 2016 vom 22. September bis zum 4. Oktober steht auch in Potsdam im Zeichen der Geflüchteten. Maßgeblich beteiligt sind in diesem Jahr Wissenschaftler, die sich klar gegen Fremdenfeindlichkeit positionieren.

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Flüchtlinge in Potsdam.

Potsdam. Der Direktor des Instituts für Nachhaltigkeitsstudien (IASS), Mark Lawrence, spielt nicht immer eine maßgebliche Rolle bei der interkulturellen Woche. Dieses Jahr ist das der Fall. Lawrence und seinen Kollegen war es ein wichtiges Anliegen, am Mittwoch, 28. September, von 16 bis 20 Uhr das neue Netzwerk Potsdamer Willkommensregion für internationale Studierende und akademische Flüchtlinge mit vorzustellen.

Die Veranstaltung „Potsdam. Eine Stadt die Wissen schafft“ im Bildungsforum macht darauf aufmerksam, dass Wissenschaft gar nicht mehr ohne jenen gesellschaftlichen Aspekt möglich wäre, der in 500 Kommunen in ganz Deutschland – unter ihnen auch Potsdam – vom 22. September bis zum 4. Oktober wieder gefeiert wird. Das Motto von 2016 passt auch dazu: „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“ Ohne Interkulturelle Vielfalt keine Wissenschaft, sagt Lawrence. Das kann der gebürtige US-Amerikaner für sein Institut Berliner Straße 130 mit nahezu 40 Prozent ausländischen Mitarbeitern besonders in Anspruch nehmen. Aber auch für die anderen gut 40 Potsdamer Institute, an denen der Anteil der ausländischen Wissenschaftler sich zwischen zehn und 20 Prozent bewegen dürfte, ist Vielfalt wichtig.

„Wissenschaft hat ein Interesse an Fremdenfreundlichkeit“, sagt Lawrence. Nur durch unterschiedliche Perspektiven auch aus unterschiedlichen Ländern würden heute noch Erkenntnisse gewonnen. Fremdenfreundlichkeit helfe auch Potsdam seinen deutschlandweit wohl einzigartigen Stand als Wissenschaftsstadt zu wahren. Das sei Anfang des Jahres nicht durchweg so gewesen. Die Pogida-Demos in Potsdam hatten Wissenschaftler unter Federführung des IASS im März veranlasst, einen Offenen Brief gegen Fremdenfeindlichkeit zu formulieren.

Das Jahr der Flüchtlingskrise zeigt sich auch im Potsdamer Programm, an dem sich 24 Organisationen beteiligen. Die Flüchtlingshilfe Babelsberg versucht am Montag um 18 Uhr in der AWO-Unterkunft am Brauhausberg zum Beispiel neue Sprachlehrer für Geflüchtete zu gewinnen, am selben Ort tauschen sich eine Stunde später engagierte Potsdamerinnen und Potsdamer zum Thema Flüchtlingshilfe aus, am Mittwoch, 28 September, lädt Pfarrer Bernhard Fricke um 19 Uhr in die Erlöserkirche ein. Das Klezmerkonzert ist auch ein Dankeschön für alle in der Flüchtlingshilfe engagierte Potsdamer gedacht. Dass der Kanzlerinnenaufruf „WIr schaffen das“ in Potsdam gelebte Wirklichkeit sei, betont die Beauftragte für Migration und Integration der Stadt, Magdolna Grasnick. Die Verleihung des Integrationspreises zum Auftakt der Interkulturellen Woche am Sonntag in der Reithalle A werde die in Potsdam vorherrschende Willkommenskultur belegen.

Info:
www.potsdam.de/potsdamer-interkulturelle-woche-2016

Von Rüdiger Braun

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