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Potsdam Wohnen contra Gewerbe im Kirchsteigfeld
Lokales Potsdam Wohnen contra Gewerbe im Kirchsteigfeld
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21:00 20.03.2013

„Wir brauchen das Areal dringend, um die Nachfrage nach Ansiedlung von höherwertigem Gewerbe zu befriedigen“, sagte Frerichs gestern zur MAZ. Rund 45 Hektar würden dafür in Potsdam benötigt, es stünden derzeit aber nur rund 37 Hektar zur Verfügung. „Es wäre dramatisch, wenn nun auch noch die rund sechs Hektar im Kirchsteigfeld verloren gehen würden“, so Frerichs. Auch der Stadtteilrat im Kirchsteigfeld habe sich für das Gewerbegebiet ausgesprochen.

Wie berichtet, haben Linke und CDU angeregt, die Fläche zwischen Autobahn und Straßenbahntrasse umzuwidmen, damit dort zwischen 500 und 1000 Wohnungen gebaut werden können. Ein Prüfauftrag der Linken war im Parlament zwar abgelehnt worden, der Vorstoß der Fraktion CDU/ANW bleibt aber noch im Spiel.

Die Fläche, deren einzige große Ansiedlung die Halle eines Kühl-Unternehmens ist, ist komplett unbewaldet – im Gegensatz zu den angrenzenden Grundstücken entlang der Autobahn. An der A 115 existiert jetzt bereits ein Lärmschutzwall. Das Gewerbegebiet besteht seit 1996, der dort geplante Drewitz-Park scheiterte vor einigen Jahren. Das Einkaufszentrum hätte mindestens die Dimensionen des Stern-Centers gehabt. Seither warten die privaten Grundbesitzer vergebens auf lukrative Anfragen aus der Wirtschaft.

„Der Vorwurf, dass auf dem Gelände seit 15 Jahren nichts passiert, kann kein Argument dafür sein, jetzt einfach auf Wohnbebauung umzusteuern“, warnte Frerichs. Derzeit werde der Bebauungsplan für diesen Teil des Kirchsteigfelds geändert, um Hemmnisse für kleinteilige Ansiedlungen zu beseitigen. Im Gewerbesicherungskonzept der Stadt sei die Fläche für Unternehmensansiedlungen festgeschrieben worden. „Wenn das nun ohne Not geändert wird, schreckt das andere Investoren ab.“

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Potsdam steigt laut Frerichs seit Jahren stärker als prognostiziert. „Wenn diese wirtschaftliche Entwicklung andauern soll, müssen auch weiter Arbeitsplätze geschaffen werden.“ sti

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