Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Lösung im Streit ums Wohnen am Waldpark
Lokales Potsdam Lösung im Streit ums Wohnen am Waldpark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:34 13.12.2017
Das „Wohnen am Waldpark“ aus der Vogelperspektive: 96 Wohnungen sollen dort entstehen. Quelle: Kirsch & Drechsler Hausbau
Anzeige
Am Stern

Der Bauträger Kirsch & Drechsler einigt sich mit der Stadt und will bei seinem Bauprojekt „Wohnen am Waldpark“ acht Prozent der Wohnfläche für zehn Jahre dem sozialen Wohnungsmarkt zur Verfügung stellen. Das erfuhr die MAZ am Rande des Bauausschusses, das Unternehmen bekräftigte es mit einer Presseerklärung. Vorausgegangen war ein jahrelanger Rechtsstreit, in dem das Verwaltungsgericht einen Vergleichsvorschlag unterbreitet hatte: Statt zehn Prozent der Fläche für Sozialwohnungen bereitzustellen, legte es dem Bauträger und der Stadt nahe, sich bei fünf Prozent zu treffen. „Das Potsdamer Baulandmodell, das das fordert, wurde erst 2017 beschlossen“, schreibt das Unternehmen in seiner Presseerklärung. Die Stadt wollte den Vergleich jedenfalls nicht annehmen und weiter prozessieren, doch auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung vor einer Woche mehrten sich Stimmen, die zu einer Einigung aufriefen, bevor man am Ende gar nichts bekomme. Auf Antrag der Linken wurde dann beschlossen, die Einigung auf acht Prozent anzubieten. Wolfhard Kirsch, selbst Stadtverordneter, erklärte sich in der Debatte für befangen und nahm an ihr nicht teil. Er zeigte sich danach aber verwundert, mit welcher Autorität die Stadtverordnetenversammlung sich über einen gerichtlichen Vergleichsvorschlag hinwegsetzen wolle. „Wir hätten den gerichtlichen Weg zu Ende gehen können und sind zuversichtlich, dass dabei eine Entscheidung zu unseren Gunsten gefallen wäre – doch die Zeit drängt: Wir wollen endlich bauen und nicht die kommenden vier bis sechs Jahre vor Gericht streiten“, erklärte Kirsch sein Einlenken.

Vereinbart ist jetzt, dass die Hälfte der mietpreisgebundenen Wohnungen für höchstens 5,80 Euro Kaltmiete je Quadratmeter an den Markt kommen und bei der andere Hälfte die Miete „deutlich unter dem Marktniveau“ liegen muss. Die Einbußen daraus belaufen sich laut Kirsch auf 800 000 Euro. Das Unternehmen betont, dass es auch einen öffentlichen Park von fast 7000 Quadratmetern Größe herstelle sowie Spiel- und Sportgeräte in Höhe von 180 000 Euro kaufe. Zugleich zahle es für die soziale Infrastruktur, also Kitas und Schulen, 400 000 Euro. Man nehme das aus Verantwortung gegenüber Kunden und Mietern nun so hin. Gebaut werden elf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 96 Wohnungen, altersgerecht, zum Teil barrierefrei. Auch die Wohnungen mit Sozialbindung bekommen die gleiche Ausstattung, betont Wolfhard Kirsch – es gebe keine Mieter zweiter Klasse. Baubeginn ist nun im Februar, bis Ende 2020 soll alles fertig sein – inklusive Park.

Von Jan Bosschaart

Potsdam Diebstahl, Unfall und Sturz - Aktuelle Polizei-Meldungen aus Potsdam

Am Mittwoch veröffentlichte die Polizei in ihrer täglichen Pressemeldung drei Vorfälle in Potsdam: Ein gestohlener Kleinbus, ein Unfall mit einem unaufmerksamen und angetrunkenen Lkw-Fahrer sowie ein Hund, dessen Laufweg ein Radfahrer falsch einschätzte.

13.12.2017
Potsdam Verkehr in der Landeshauptstadt - 4,4 Millionen für neue Radwege in Potsdam

Die Landeshauptstadt arbeitet weiter an ihrem ehrgeizigen Plan, zu den fahrradfreundlichsten Städten zu gehören: Auch im Doppelhaushalt 2018/19 stehen wieder Millionenbeträge für die Radinfrastruktur – etwa für die Brücke von Potsdam nach Werder oder für Lückenschlüsse in den nördlichen Ortsteilen. 2,4 Millionen der Summe kommen aus Fördermitteln.

13.12.2017
Potsdam Sonderprägungen zum Stadtjubiläum - Potsdam in Gold und Silber

Die Stadt hat eine neue Sonderprägung. Anlass ist ihr 1025. Geburtstag im kommenden Jahr. Am Mittwoch präsentierten Jann Jakobs und das Prägeunternehmen die Medaillen im Rathaus. Sie können ab sofort in den MAZ-Verkaufsstellen erworben werden. Für die goldene Variante müssen die Käufer aber Zeit einplanen.

13.12.2017
Anzeige