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Wohnen in Potsdam für junge Familie schwierig

Immobilien in Potsdam und Umland Wohnen in Potsdam für junge Familie schwierig

Ein Immobilienfinanzierer hat seine Analyse für den Wohnimmobilienmarkt in Potsdam und Umland veröffentlicht. Demnach steigen die Preise für Mieten, Wohnungen und Bauland weiterhin. Die Gefahr einer Immobilienblase sei für Anlegern aber noch nicht gegeben, die Entwicklung „höchst solide“.

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In der mittleren Speicherstadt gibt es vereinzelt Leerstand wegen zu hoher Preise – eine „Mikroüberhitzung“.

Quelle: Archiv/Bernd Gartenschläger

Potsdam/Mittelmark. Potsdam boomt weiter, und auch in Teltow, Werder (Havel), Kleinmachnow, Stahnsdorf, Michendorf, Schwielowsee und Nuthetal läuft es gut, was den Immobilienmarkt angeht. Das ist zunächst das nüchterne und nicht überraschende Fazit der Wohnimmobilien-Marktübersicht der Hypo-Vereinsbank (HVB), die am Donnerstag ihre Marktübersicht mit Kauf- und Mietpreisen für Häuser, Eigentumswohnungen und Bauland der Presse vorstellte.

„Sehr guten Lagen“ und „einfache Lagen“

Zu den sehr guten Lagen mit Kaufpreisen von 4200 bis 5400 Euro je Quadratmeter gehören demnach die Berliner Vorstadt und Babelsberg Nord, zu den guten Lagen (3600-4500 Euro) fast alle Vorstädte, zu den mittleren Lagen (2800-3900 Euro) die nördlichen Ortsteile und zu den einfachen Lagen Teile von Stern, Waldstadt, Drewitz und der Schlaatz.

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2015 wurden in Potsdam so viele Wohnungen gebaut „wie noch nie in diesem Jahrtausend“, sagt HVB-Direktor Frank Werner. Das sei den günstigen Zinsen und der sehr hohen Bautätigkeit zu verdanken, sekundierte Filialdirektor Lutz Auerbach. Potsdam und die Umlandgemeinden hätten damit ein Alleinstellungsmerkmal, bestenfalls in Brandenburg an der Havel sehe es noch vergleichsweise gut aus, im Rest Brandenburgs indes „sehr düster“, was der zunehmenden Stadtflucht zuzuschreiben sei und im Falle Potsdams der einzigartigen Lage. „Die letzten Lücken werden geschlossen, Wildparkplätze verschwinden, das ist immer ein starker Indikator“, so Lutz Auerbach. „Zurzeit wird gebaut, wo es noch vor fünf Jahren undenkbar war“, sagt Frank Werner, denn es gebe kaum noch andere, rentable Anlagen als jene in Steingold – in Zeiten, in denen die erste Bank bereits 0,4 Zinsen von Anlegern verlangt, die dort ihr Geld hinterlegen. Der Finanzierungszins sei von drei bis vier Prozent auf 1,5 bis ein Prozent gesunken – daran werde sich in absehbarer Zeit nichts ändern.

Bevölkerungsaustausch und Verdrängung

Die Bänker sehen natürlich auch, dass damit ein Bevölkerungsaustausch und eine Verdrängung stattfinden. Gerade für junge, große Familien werde es schwierig, gegen Frühpensionäre aus Westdeutschland oder sich hier niederlassende Wissenschaftler zu konkurrieren, sagt Frank Werner. Allerdings sieht er die Preiskurve langsam abflachen.

In der Speicherstadt habe sich bereits eine „Mikro-Überhitzung“ gebildet, weil dort auch in Wohnungen ohne Wasserblick Preise von mehr als 4000 Euro je Quadratmeter aufgerufen wurden, die nun vorerst leer stehen. „Es ist nicht so, dass man jedem Kunden jede Wohnung zu Mondpreisen verkaufen kann“, sagt Lutz Auerbach. Schließlich wollten viele Verkäufer vermieten, und damit sich das lohne, müsse die Miete in der Regel unter zwölf, dreizehn Euro bleiben, für Normalverdiener sogar unter zehn Euro.

Von einer Blase sei Potsdam aber weit entfernt, so Frank Werner, in Warnemünde etwa würden in bestimmten Lagen „unrealistische 11 000 Euro je Quadratmeter“ verlangt, was bei Anlegern schnell zum bösen Erwachen führen könne. Die HVB betreut nach eigenen Angaben rund fünf Prozent des Potsdamer und Mittelmärker Marktes, sie hat 2015 für 45 Millionen Euro Immobilien finanziert – damit sei es eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte der Potsdamer HVB gewesen, 2016 laufe ähnlich gut.

Normalverdienern und großen Familien rät der Bericht übrigens zu einem Blick in die Umlandgemeinden: In allen sieben genannten sind Neubaupreis von 1100 bis 3000 Euro realistisch.

Von Jan Bosschaart

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