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Potsdam 2019 rollen in Krampnitz die Bagger
Lokales Potsdam 2019 rollen in Krampnitz die Bagger
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15:06 22.02.2018
Ein Großteil der historischen Kasernenanlage soll erhalten bleiben. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

2019 rollen in Krampnitz die Bagger. Zum Jahresanfang soll die Erschließung für das neue Viertel im Norden beginnen, in der zweiten Jahreshälfte der Wohnungsbau. Das haben Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) und Bert Nicke, Geschäftsführer der kommunalen Bauholding Pro Potsdam, am Dienstagabend am Rande des Forums Krampnitz auf MAZ-Anfrage bekannt gegeben.

In der zweiten Sitzung des Gremiums wurden erstmals Details zu vier Bebauungsplänen vorgestellt, die prägend für das Wohngebiet werden sollen. Zwei umfassen mit den Klinkerhöfen einen großen Teil der historischen Kasernenanlage, die erhalten bleiben soll. Insgesamt sollen dort fast 550 Wohnungen im Altbau und rund 250 Wohnungen in neuen Häusern entstehen.

Diese Plattenbauten sollen noch dieses Jahr abgerissen werden. Quelle: Bernd Gartenschläger

Laut Jochen Putz, zuständiger Planer, sollen dort auch Kleingewerbe, Nachbarschaftsläden, Arztpraxen und Gastronomie möglich sein. Autos sollen in Tiefgaragen verschwinden. Pro Wohnung ist ein halber Stellplatz geplant.

Ein weiterer B-Plan ist der Trasse für die Straßenbahn und dem Eingangsbereich mit dem Turm an der Bundesstraße 2 gewidmet. Auf die Nordseite des Platzes soll ein Einkaufszentrum mit 1800 Quadratmetern, in den Süden Einzelhandel mit insgesamt 270 Quadratmetern kommen. Am Platz gibt es Gastronomie, Büros und Dienstleitungsbetriebe.

Bert Nicke (l.) und Bernd Rubelt am Dienstag beim zweiten Forum Krampnitz in der Pro-Potsdam-Zentrale. Hinter ihnen das Publikum. Quelle: Bernd Gartenschläger

Der vierte Bebauungsplan öffnet den Wasserblick. Zu den Maßgaben zählen ein öffentlicher Uferweg am Krampnitzsee, Wassersport, eine Marina, Gastronomie. Eine Fußgängerbrücke zwischen Wohngebiet und Ufer zur Überquerung der Bundesstraße 2 ist laut Putz geprüft und aus bautechnischen Gründen verworfen worden. Es fehle der Platz für den barrierefreien Zugang.

Zu den Herausforderungen zählen Natur- und Landschaftsschutz. Auf dem Kasernengelände ist nach dem Abzug der Russen Wald gewachsen, für den jetzt 36 Hektar als Ausgleich neu gepflanzt werden müssen, sagte die zuständige Sigrun Rabe. Unter den geschützten Bewohnern sind elf Fledermausarten, für die Keller, Dachböden und Einflugschneisen frei gehalten werden sollen. Zu den Unwägbarkeiten zählt laut Putz der „Schießlärm“ des nahen Truppenübungsplatzes. Die Bundeswehr habe bisher keine unabhängigen Messungen gestattet.

Die vier B-Plangebiete umfassen insgesamt 38 Hektar. Das Gesamtgelände, auf dem aktuell Wohnungen für 7000 Menschen geplant sind, ist rund 145 Hektar groß.

Das Forum Krampnitz

Das mit Politikern und Fachleuten besetzte Forum Krampnitz wurde am 16. Januar als fraktionsübergreifendes Gremium gegründet, das die Entwicklung des neuen Viertels beratend begleiten soll.

Die Runde trifft sich „bedarfsweise“, so Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos), in der Zentrale der Pro Potsdam, Pappelallee 4.

Für 2018 kündigte Rubelt noch mindestens fünf weitere Beratungen an. Der nächste Termin ist am 20. März, einen Tag nach der Präsentation der Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs für Krampnitz, die dann diskutiert werden sollen.

Die Sitzungen sind öffentlich. Auf Anregung von Peter Kaminski (Linke) soll es künftig auch eine Fragerunde für interessierte Bürger geben.

Die Präsentation des zweiten Forums ist auf der Internetseite www.propotsdam.de unter „Aktuelles“ veröffentlicht worden.

Von Volker Oelschläger

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