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Wohnungsbaupläne für die Pirschheide

Potsdam will weiter wachsen Wohnungsbaupläne für die Pirschheide

Die letzte nennenswerte Potsdamer Siedlung an der Zeppelinstraße Richtung Werder entstand vor knapp 100 Jahren mit der Stadtheide. Nun soll die Stadt entlang der Bundesstraße 1 bis zum Bahnhof Pirschheide weiter wachsen. Rathaussprecher Jan Brunzlow bestätigte erste Kontakte mit dem Land, das die Siedlungspläne absegnen muss.

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Der damalige Potsdamer Hauptbahnhofs in einer historischen Aufnahme. Die Schalterhalle wurde vor zehn Jahren geschlossen.

Quelle: Archiv Gerstenberg

Potsdam. Die Landeshauptstadt soll nicht nur im Norden, sondern auch im Süden weiter wachsen. Rathaussprecher Jan Brunzlow bestätigte am Mittwoch auf MAZ-Anfrage erste Überlegungen zur Errichtung eines neuen Wohnviertels entlang der Bundesstraße 1 bis zum Bahnhof Pirschheide: „Am Bahnhof Pirschheide sehen wir nicht nur Möglichkeiten des Wohnungsbaus, sondern auch der gewerblichen Entwicklung, vor allem im direkten Umfeld des Bahnhofes.“

Erste Erwähnung findet die Errichtung eines neuen Viertels am Stadtausgang Richtung Werder in einer der MAZ vorliegenden Stellungnahme des Rathauses zum Entwurf des Landesentwicklungsplane für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Darin wird eine „Erweiterung des Gestaltungsraums Siedlung“ für Potsdam vorgeschlagen, um bei rasch wachsendem Bedarf Kapazitäten für weiteren Wohnungsneubau zu sichern.

Neben der Bundesstraße 1 Richtung Pirschheide wird in der Stellungnahme die Bundesstraße 2 Richtung Krampnitz genannt: „Wir schlagen daher vor, den Gestaltungsraum Siedlung entlang der Verkehrsachsen B2 Richtung Krampnitz sowie B1 Richtung Bahnhof Pirschheide auszuweiten.“ Eine „maßvolle Ausweitung des Gestaltungsraums Siedlung“ trage „ zusammen mit der Entwicklung der Kaserne Krampnitz dazu bei, der ... Sondersituation Potsdams gerecht zu werden.“

Konkrete Pläne und Schätzungen zum Wohnraumpotenzial der neuen Siedlungen gebe es noch nicht, so Rathaussprecher Brunzlow. Zunächst müsse, „abgewartet werden, ob das Land dieser Anregung überhaupt folgt und den Gestaltungsraum Siedlung im Landesentwicklungsplan entsprechend ändert“.

Das Umfeld des Bahnhofs Pirschheide werde „ mit der geplanten Wiederinbetriebnahme des oberen Bahnsteigs deutlich an Attraktivität gewinnen“. Die Stadt hoffe auf Eröffnung des Bahnsteigs für den Eisenbahnzubringer von Golm zum Großflughafen BER „innerhalb der nächsten fünf Jahre“, so Brunzlow.

Die oberen Bahnsteige des in den 1950er Jahren errichteten früheren Potsdamer Hauptbahnhofs werden seit 1999 nicht mehr genutzt, die Schalterhalle wurde 2006/07 geschlossen. Züge fahren nur noch auf dem unteren Gleis in Richtung Michendorf. Die bislang letzte Siedlung am Stadtausgang Richtung Werder wurde mit der Stadtheide von 1919 bis 1923 errichtet.

Von Volker Oelschläger

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