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Potsdam Wolfgang Joop will sich für Tierheim in Potsdam engagieren
Lokales Potsdam Wolfgang Joop will sich für Tierheim in Potsdam engagieren
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00:20 02.07.2018
Wolfgang Joop zuhause in Potsdam - mit seinen zwei Hunden. Quelle: René Fietzek
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Potsdam

Ein Herz für Tiere: Star-Designer Wolfgang Joop hat seine Bereitschaft erklärt, sich für das Tierheim-Projekt zu engagieren. „Mir liegen Tiere sehr am Herzen, natürlich besonders meine beiden Hunde“, sagte er der MAZ. „Was mich an Potsdam wirklich stört: Dass es immer noch kein Tierheim gibt.“ Er wäre gerne im Vorstand für das Tierheim, bekundet er seinen Unterstützungswillen. „Das wurde mir aber noch nicht angeboten“, sagte Joop. Der Bau des Tierheims hat bereits begonnen – eigentlich soll noch in diesem Jahr eröffnet werden.

Mit dem Angebot rennt der international bekannte Modedesigner, der seit einiger Zeit wieder in Bornstedt lebt und arbeitet, indes beim Tierschutzverein offene Türen ein. Mit dem Statement konfrontiert, erklärt der Tierschutzverein-Vorsitzende Günter Hein: „Es ehrt uns sehr, das Wolfgang Joop sich in dieser Sache ins Gespräch bringt, und ganz sicher würden sich alle Mitglieder des Vereins über ein Engagement des prominenten Ur-Potsdamers freuen.“

Dennoch kann Hein keine Blanko-Einladung in den Vorstand aussprechen. Schließlich gebe es Regularien. „Mitglied im Vereinsvorstand zu sein, setzt laut Satzung die Vereinsmitgliedschaft und die entsprechende Wahl auf der Mitgliederversammlung voraus.“ Dazu sei es bisher nicht gekommen, so Hein. Was nicht ist, kann aber noch werden: „Begrüßen würde ich das schon sehr. Bis dahin ist immer jede Unterstützung unseres Vereins – etwa beim Tierheimbau – möglich. Herr Joop muss jetzt mit einem Telefonanruf rechnen.“

Neben dem fehlenden Asyl-Ort für herrenlose Hunde und Katzen treibt Joop ein weiteres Problem um: „Noch ein schrecklicher Missstand sind die Pferdewagen: Fahre ich mit dem Rad an der Rückseite Sanssoucis vorbei, sehe ich regelmäßig zwei erschöpfte, gequälte Pferde mit Scheuklappen, die an einen Sight-Seeing-Pferdewagen geschirrt sind, um – wenn es denn losgeht – ungefähr 20 Touristen durch die Stadt zu ziehen, hinter sich einen endlosen Stau bildend.“

Der Modeschöpfer hat Mitleid mit den Zugtieren, auch weil sie „dreckige Auspuffgase“ einatmen müssen. „Das ist Schinderei und nicht dazu geeignet, Besuchern den aufklärerischen Geist Voltaires nahezubringen. Der Fall stinkt zum blauen Himmel.“ Aus dem Rathaus heißt es dazu auf Nachfrage, dass solche Pferdewagen keine Zulassung brauchen. „Es gibt keine Verbote – die dürfen überall in der Stadt fahren“, erklärt Sprecher Jan Brunzlow.

Einzige Bedingung: Blinker und Rücklicht. Der Betrieb sei bei der Stadt registriert; es würden regelmäßige Kontrollen durch das Veterinäramt durchgeführt, so Brunzlow: „Es gibt keine Beanstandungen.“

Von Ildiko Röd

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