Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Wutmieter-Demo gegen Pro Potsdam
Lokales Potsdam Wutmieter-Demo gegen Pro Potsdam
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:51 31.10.2016
Die Demo zog vom Lustgarten über den Platz der Einheit bis zum Rathaus. Quelle: Julian Stähle
Anzeige
Innenstadt/Babelsberg

Die Botschaften auf den Transparenten und in den Sprechchören ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns den Wohnraum klaut“, „Miete schön statt Mitteschön“ und „Wohnen ist ein Menschenrecht – kein Luxusgut“, schallte es am Sonnabendnachmittag über die Friedrich-Ebert-Straße. Die Demo, die von der Initiative „Freunde der Tuchmacherstraße“ angemeldet worden war und nach Veranstalterangaben etwa 250 Teilnehmer hatte, machte insbesondere für ein aktuelles Thema mobil: „Solidarität für die Tuchmacherstraße 8“, forderten die empörten Demonstranten auf ihrem Weg vom Lustgarten zum Rathaus. Von der Stadtpolitik fühlen sie sich verraten: „Das wohnungspolitische Konzept ist ein Feigenblatt“, lautete eine Wutparole.

Wie berichtet, wehren sich die Mieter des unsanierten Babelsberger Altbaus in der Tuchmacherstraße 8 gegen die Pläne der Pro Potsdam. Die kommunale Immobilienholding will das Haus zum Höchstgebot verkaufen – gestern endete die Ausschreibungsfrist. Aufgerufenes Mindestgebot: 750 000 Euro. Die Pro Potsdam begründet den Verkauf mit dringend notwendigen Modernisierungsmaßnahmen, um für die elf Mieteinheiten „zeitgemäße Wohnverhältnisse“ zu schaffen, so Sprecherin Anna Winkler. Für die „Pro“ ist es nicht rentabel, das Haus selbst zu sanieren und zu unterhalten. Zudem muss die Kasse für andere Aufgaben gefüllt werden. „Es fühlt sich so an, als ob wir verkauft werden, damit die anderen Dinge realisiert werden können – auf unsere Kosten“, fasste Mieterin Anja Henke bei der Demo ihren Frust zusammen: „Warum ist für ein einzelnes Haus nicht möglich, was für die Heidesiedlung und das Behlertkarree geht?“ Die beiden Wohnblöcke würden ja auch von der Pro Potsdam sozialverträglich saniert, argumentiert Henke.

Bei den Mietern geht die Angst um, dass der künftige Käufer das Haus luxussaniert und dann entsprechende Mieten abkassieren will. Momentan zahlen die Bewohner zwischen 3,50 und 6,90 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter. „In Babelsberg ist es mittlerweile schwierig, etwas unter zehn Euro pro Quadratmeter zu finden“, befürchten Henke und Jördis Borak von der Mieterinitiative. Am liebsten möchten sie aber ohnehin in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Deshalb haben sich die Bewohner am Wochenende dazu entschlossen, ein Kaufangebot für das Haus zum Mindestgebot abzugeben. Dabei setzt man auf die Hilfe des bundesweiten Mietshäusersyndikats, das mit Know-how bei der Projektfinanzierung hilft. Um den Kauf zu stemmen, würden die Mieter der Tuchmacherstraße 8 zunächst einen Verein gründen und dann zusammen mit dem Mietshäusersyndikat eine GmbH bilden.

Von Ildiko Röd

Der Streit um den geplanten Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche entwickelt sich mehr und mehr zur ideologischen Schlacht. Nachdem die Bundes-Linke die Kirche als Symbol des Militarismus geißelte und Bundesmittel für den Wiederaufbau strikt ablehnt, hat sich nun die AfD zu Wort gemeldet. Sie attackiert die Linke scharf.

31.10.2016
Kultur KGB-Gedenkstätte in Potsdam - West-Spione in den Fängen des KGB

Mit dem eskalierenden Kalten Krieg nach dem 2. Weltkrieg wurden immer mehr Menschen von der sowjetischen Militärspionageabwehr verhaftet und ins zen­trale Untersuchungsgefängnis nach Potsdam gebracht. Forschungen der Gedenkstätte zeigen nun: Viele der Inhaftierten waren tatsächlich Spione.

31.10.2016

Wie das so ist: Taucht ein Künstler erst mal im Soundtrack eines Kino-Hits auf, dann hat er die ihm gebührende Aufmerksamkeit. Wie Brother Dege. Für „Django Unchained“steuert der Slide-Star den Song „Too Old To Die Young“ bei. Zudem beweist Regisseur Quentin Tarantino viel Geschmack bei der Musikauswahl.

31.10.2016
Anzeige