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ZZF erforscht DDR-Gesundheitswesen

Potsdamer Institut ZZF erforscht DDR-Gesundheitswesen

Das Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung startet ein Projekt, in dem es die Entwicklung des Gesundheitswesens in der DDR nach dem Ende der NS-Zeit beleuchtet. Wer waren die Mitarbeiter – und was haben sie im Nationalsozialismus getan?

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Das ZZF ist in seiner heutigen Form 1996 gegründet worden. Es ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft.

Quelle: Jürgen Baumann / ZZF

Potsdam. Das Potsdamer Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) untersucht in einem neuen Forschungsvorhaben die Entwicklung der Gesundheitspolitik in der DDR nach dem Ende des Nationalsozialismus.

In dem zweieinhalbjährigen Projekt sollen personelle, institutionelle und programmatische Kontinuitäten und Neuanfänge in der Ost-Gesundheitspolitik erkundet werden. Das teilt das ZZF mit. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert das Projekt, welches im Juli 2017 startet.

Überprüfung der Mitarbeiterbiografien

Zunächst sollen die Biografien und die Auswahl der leitenden Mitarbeiter des Ministeriums für Gesundheitswesen erforscht werden. So wird untersucht, in welchem Umfang diese ehemals nationalsozialistischen Organisationen angehörten oder durch ihre berufliche Tätigkeit belastet waren.

Das Institut sitzt am Potsdamer Neuen Markt

Das Institut sitzt am Potsdamer Neuen Markt.

Quelle: Joachim Liebe

Dabei wird auch geprüft, inwieweit sie zuvor an rassistischen Praktiken wie Zwangssterilisationen und „Euthanasie“ oder an der medizinischen Unterversorgung von Kriegsgefangenen beteiligt waren. Zudem untersucht das Forschungsprojekt, welche gesundheitspolitischen Traditionen in der DDR verändert oder fortgeführt wurden und welche Praktiken das Ministerium neu etablierte.

Damit rücken die Folgen der spezifischen Personalauswahl der DDR für die Gesundheitspolitik und die administrative Praxis in den Vordergrund. Das Projekt steht in enger Verbindung zu einem Parallelprojekt am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, das ab Sommer 2018 die Geschichte des Bundesministeriums für Gesundheit erforscht.

Von MAZonline/ Saskia Kirf

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