Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Zahl der Schwarzfahrten steigt um 65 Prozent
Lokales Potsdam Zahl der Schwarzfahrten steigt um 65 Prozent
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:48 15.06.2016
Wer kein Ticket hat, zahlt teuer nach und riskiert eine Anzeige.  Quelle: dpa
Anzeige
Potsdam

 Nur in einer Großstadt Deutschlands nahm die Zahl der angezeigten Schwarzfahrten zwischen 2014 und 2015 noch stärker zu als in Potsdam: Gelsenkirchen verzeichnete mit 87 Prozent Zuwachs einen traurigen Rekord. In Potsdam stieg die Zahl der zur Anzeige gebrachten Fälle von „Beförderungserschleichung“ im selben Zeitraum um 65 Prozent auf 295 Fälle (2015). Zu diesem Ergebnis kommt ein Ranking des Internetportals „Preisvergleich.de“, das die aktuelle polizeilichen Kriminalstatistik auswertete und zu einer Liste verdichtete. Ob eine Änderung in der Kontrollpraxis für den Anstieg verantwortlich ist, war aus der Mitteilung nicht ersichtlich. Gut möglich also, dass die Zahl gar nicht real stieg, aber der ViP häufiger kontrollierte und Schwarzfahrten schneller zur Anzeige brachte.

Ohne gültigen Fahrschein erwischt zu werden kostet. Vor gut einem Jahr wurde das bundeseinheitliche Strafgeld von 40 auf 60 Euro angehoben. Doch dies scheint die Schwarzfahrer in 76 deutschen Großstädten nicht gebremst zu haben. Ganz im Gegenteil: Vor allem die Städte Essen mit 1841 Schwarzfahrten je 100 000 Einwohner, Freiburg im Breisgau (1741 je 100 000) und Hannover (1732) zählen zu den „Schwarzfahrerhochburgen“.

In der Polizei-Statistik werden zur Anzeige gebrachte Beförderungserschleichungen erfasst. Dies umfasst nicht nur das Schwarzfahren in Bussen und Bahnen, sondern beispielsweise auch in Taxis. Nicht enthalten sind hingegen die direkten Straf-Entgelte, die von Kontrolleuren veranschlagt werden, bei denen es zu keiner Anzeige kommt.

Prinzipiell kann es schon bei der ersten Fahrt ohne Fahrschein zu einer Anzeige kommen. Viele Kommunen erstatten allerdings erst bei Wiederholungstätern oder dauerhaften Zahlungsverweigerern Anzeige bei der Polizei. Dies kann sogar schlimmstenfalls zu einer Gefängnisstrafe führen, beispielsweise als Ersatzhaft, falls die Geldstrafe nicht beglichen werden kann.

Prinzipiell steht Potsdam aber gut auf der Liste da: Es belegt Rang 66 von 76 Städten und fällt damit in die Kategorie „ehrliche Fahrgäste“ mit nur 180 angezeigten Schwarzfahrten pro 100 000 Einwohner. Das gilt auch noch für Gelsenkirchen auf Rang 57, das es aber schon auf 318 erwischte Schwarzfahrten je 100 000 Einwohner bringt. Berlin indes gehört zu den Schwarzfahrerhochburgen. Auf Rang 16 lag die Zahl der angezeigten Fälle 2015 bei 34 196, drei Prozent weniger als im Jahr davor. Mit knapp 1000 Anzeigen je 100 000 Einwohner gehört Potsdams Nachbar dennoch zu den Brennpunkten.

Von Jan Bosschaart

Potsdam Wissenschaft in Potsdam - Forschen für ein nachhaltiges Leben

Auch nach 2009 glaubten Potsdamer eine Weile, in dem Haus in der Helmholtzstraße 5 könnten sie zum Beispiel noch alte Markscheine gegen Euro eintauschen. Dabei dachten im Bundesbankgebäude längst Wissenschaftler aus aller Welt über Finanzwirtschaft, den Umgang mit Ozeanen oder die Energiegewinnung nach – immer unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit.

14.06.2016
Potsdam Streit um Förderung der Chorsinfonik - In Potsdams Chören brodelt es

Um die Förderung von Chorsinfonik wird in Potsdam gestritten, seit man dafür mit der Abwicklung der Brandenburgischen Philharmonie einen eigenen Förderetat einrichtete. Doch jetzt schlagen die Wellen richtig hoch. Chorleiter werfen der Stadt nach einer Änderung der Ausschreibungsbedingungen Eingriff in ihre künstlerische Freiheit vor.

14.06.2016

Einige Tage nach einem schweren Unfall ist eine 30-jährige Frau im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen. Die Berlinerin war am Freitag mit ihrem Wagen auf der A115 unterwegs, ehe sie an einem Stauende plötzlich von einem anderen Auto gerammt und in die Leitplanke geschleudert wurde.

14.06.2016
Anzeige