Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Zahl der Schwarzfahrten steigt um 65 Prozent

Nahverkehr in Potsdam Zahl der Schwarzfahrten steigt um 65 Prozent

Obwohl die Strafe bundeseinheitlich von 40 auf 60 Euro erhöht wurde, kam es zwischen 2014 und 2015 zu einem Anstieg von fast zwei Dritteln bei den angezeigten Schwarzfahrten in Potsdam. Was den Anstieg betrifft, liegt Potsdam bundesweit damit auf Rang 2 hinter Gelsenkirchen (+87 Prozent). Insgesamt liegt die Stadt allerdings auf gutem Rang.

Voriger Artikel
Forschen für ein nachhaltiges Leben
Nächster Artikel
HOT-Jungstar „bester Schauspieler“

Wer kein Ticket hat, zahlt teuer nach und riskiert eine Anzeige.
 

Quelle: dpa

Potsdam.  Nur in einer Großstadt Deutschlands nahm die Zahl der angezeigten Schwarzfahrten zwischen 2014 und 2015 noch stärker zu als in Potsdam: Gelsenkirchen verzeichnete mit 87 Prozent Zuwachs einen traurigen Rekord. In Potsdam stieg die Zahl der zur Anzeige gebrachten Fälle von „Beförderungserschleichung“ im selben Zeitraum um 65 Prozent auf 295 Fälle (2015). Zu diesem Ergebnis kommt ein Ranking des Internetportals „Preisvergleich.de“, das die aktuelle polizeilichen Kriminalstatistik auswertete und zu einer Liste verdichtete. Ob eine Änderung in der Kontrollpraxis für den Anstieg verantwortlich ist, war aus der Mitteilung nicht ersichtlich. Gut möglich also, dass die Zahl gar nicht real stieg, aber der ViP häufiger kontrollierte und Schwarzfahrten schneller zur Anzeige brachte.

Ohne gültigen Fahrschein erwischt zu werden kostet. Vor gut einem Jahr wurde das bundeseinheitliche Strafgeld von 40 auf 60 Euro angehoben. Doch dies scheint die Schwarzfahrer in 76 deutschen Großstädten nicht gebremst zu haben. Ganz im Gegenteil: Vor allem die Städte Essen mit 1841 Schwarzfahrten je 100 000 Einwohner, Freiburg im Breisgau (1741 je 100 000) und Hannover (1732) zählen zu den „Schwarzfahrerhochburgen“.

In der Polizei-Statistik werden zur Anzeige gebrachte Beförderungserschleichungen erfasst. Dies umfasst nicht nur das Schwarzfahren in Bussen und Bahnen, sondern beispielsweise auch in Taxis. Nicht enthalten sind hingegen die direkten Straf-Entgelte, die von Kontrolleuren veranschlagt werden, bei denen es zu keiner Anzeige kommt.

Prinzipiell kann es schon bei der ersten Fahrt ohne Fahrschein zu einer Anzeige kommen. Viele Kommunen erstatten allerdings erst bei Wiederholungstätern oder dauerhaften Zahlungsverweigerern Anzeige bei der Polizei. Dies kann sogar schlimmstenfalls zu einer Gefängnisstrafe führen, beispielsweise als Ersatzhaft, falls die Geldstrafe nicht beglichen werden kann.

Prinzipiell steht Potsdam aber gut auf der Liste da: Es belegt Rang 66 von 76 Städten und fällt damit in die Kategorie „ehrliche Fahrgäste“ mit nur 180 angezeigten Schwarzfahrten pro 100 000 Einwohner. Das gilt auch noch für Gelsenkirchen auf Rang 57, das es aber schon auf 318 erwischte Schwarzfahrten je 100 000 Einwohner bringt. Berlin indes gehört zu den Schwarzfahrerhochburgen. Auf Rang 16 lag die Zahl der angezeigten Fälle 2015 bei 34 196, drei Prozent weniger als im Jahr davor. Mit knapp 1000 Anzeigen je 100 000 Einwohner gehört Potsdams Nachbar dennoch zu den Brennpunkten.

Von Jan Bosschaart

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg