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Zahlreiche Fahrrad-Parkplätze fehlen

Bahnhof Sanssouci Zahlreiche Fahrrad-Parkplätze fehlen

20 Fahrräder finden am Bahnhof Sanssouci mehr oder weniger gut Platz – und mehr als 100 bräuchten einen ordentlichen Stellplatz. Wie der Radverkehrsbeauftragte der Stadt im Bauausschuss klarmachte, muss am Kaiserbahnhof dringend etwas passieren. Allerdings wird es frühestens in zwei Jahren Abhilfe geben.

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Bauzaun, Pfeiler, Durchgang: Am Bahnhof Sanssouci wird für genervte Pendler alles zum Fahrradständer.

Quelle: Torsten von Einem

Potsdam. Dauerstau in der Zeppelinstraße und ständiger Parkplatzmangel bringen viele Potsdamer dazu, den PKW stehenzulassen und aufs Fahrrad umzusteigen. Für viele Pendler, die am Bahnhof Sanssouci in den Zug wechseln, bringt das jedoch neue Probleme mit sich. Wie eine durch die Stadtverordnetenversammlung initiierte Prüfung ergab, mangelt es am Kaiserbahnhof an Fahrradstellplätzen.

Wie der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Potsdam, Torsten von Einem, am Dienstag im zuständigen Bauausschuss mitteilte, stehen lediglich 20 Stellplätze für Räder zur Verfügung. Diese seien von der Deutschen Bahn bereitgestellt worden und nicht mehr in einwandfreiem Zustand. „Teils fehlt die Überdachung, auch insgesamt stehen die Räder dort zu eng und verkeilen sich“, sagt von Einem.

„Es besteht dringend Handlungsbedarf“

In seiner Prüfung kam er zu dem Schluss, die Fahrradparkplätze am Bahnhof seien „völlig überlastet“. Statt der 20 Räder, für die an der Nordseite des Bahnhofsgebäudes Plätze vorgesehen sind, parken täglich weit mehr als 100 Fahrräder am Bahnhof. Sie stehen in den Durchgängen, an Zäunen des Parks, an Laternen. „Das sieht nicht nur unschön aus, es ist auch besonders im Bahnhofsdurchgang eine Behinderung“, sagt Torsten von Einem. Sein Fazit aus der Prüfung: „Es besteht dringend Handlungsbedarf.“

Abhilfe wird allerdings auf sich warten lassen. Ohne großen Aufwand könnten lediglich die bestehenden Fahrradständer der Bahn durch doppelstöckige Hydraulik-Träger ersetzt werden. „Das würde zehn neue Plätze schaffen“, hofft der Radverkehrsbeauftragte. Weitere Möglichkeiten zum Parkplatzbau gäbe es theoretisch auf der Südseite des Bahnhofs. Doch dort fehlt der Zugang zum Gebäude, ein Durchbruch ist wegen nistender Fledermäuse nicht möglich.

Umgesetzt werden sollen sämtliche möglichen Ideen mit Hilfe von Fördermitteln des Landes im Jahr 2019; der Bahnhof Sanssouci steht auf der Prioritätenliste der Stadt vergleichsweise weit hinten. Dafür werde es dann aber eine Lösung aus einem Guss geben, verspricht Torsten von Einem. „Es gibt auch im Bereich des Park and Ride Nachbesserungsbedarf“, sagt er. Der Tramausbau in Richtung Campus Jungfernsee sowie die Bahnhöfe Charlottenhof und Griebnitzsee seien jedoch allesamt vordringlicher gewesen. Immerhin: Mit dem Abschluss der Stellplatz-Bauarbeiten am Bahnhof Charlottenhof darf in den nächsten Tagen gerechnet werden.

Von Saskia Kirf

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