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Zehn Jahre Kinder- und Jugendbüro

Potsdam Zehn Jahre Kinder- und Jugendbüro

Weil Heranwachsende spezifische Wünsche wie neue Spiel- und Bolzplätze haben, gibt es seit zehn Jahren das Kinder- und Jugendbüro. Die Sozialpädagoginnen Manuela Neels und Kristin Arnold wollen Potsdamer Heranwachsenden eine Stimme in der Stadtpolitik geben.

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Manuela Neels (l.) und Kristin Arnold leiten das Kinder- und Jugendbüro.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Babelsberg. Wenn sich Kinder mehr Radwege, mehr Sicherheit und mehr Sauberkeit in Potsdam wünschen, „dann haben alle was davon“, sagt Manuela Neels. Weil Heranwachsende aber auch spezifische Wünsche wie neue Spiel- und Bolzplätze haben, gibt es seit zehn Jahren das beim Potsdamer Stadtjugendring angesiedelte Kinder- und Jugendbüro. Die Sozialpädagoginnen Manuela Neels (42) und Kristin Arnold (31) kümmern sich darum, dass der Nachwuchs eine laute und deutliche Stimme in der Potsdamer Stadtpolitik bekommt.

Jungen Leuten zu vermitteln, wie Demokratie praktisch funktioniert, gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Büros im Haus der Jugend in der Schulstraße. So finden vor Bundestags- und Europawahlen an Schulen Wahlen für u-18-Jährige statt, dem Jugendhilfeausschuss der Stadtverordnetenversammlung gehört ein Jugendlicher an. Aktionen wie „Spielplatz-Checker“ oder „Kiezdetektive“ haben dazu eingeladen, die eigene Umgebung auf Unzulänglichkeiten zu überprüfen und Verbesserungsvorschläge zu machen. Zuletzt durften sich Kinder und Jugendliche mit ihren Wünschen in die Entwicklung der Plantage an der Dortustraße einmischen. Dazu fanden Ideenworkshops mit dem Hort „Kastanienhof“ und der Dortu-Grundschule, Befragungen der Voltaireschüler und des Kreisschülerrates statt. Ergebnis: Klettergerüst, Baumhaus, Trampolin, Hängematte soll künftig auf der Grünfläche am Glockenspiel stehen. Einen „Kinder- und Jugendetat“, aus dem schnell und unbürokratisch etwa die Reparatur kaputter Spielgeräte oder die Farbe für den Jugendklub bezahlt werden können, fordert Manuela Neels. 15 000 Euro sollen es werden. Wo der Etat angesiedelt werden könnte, sei noch unklar. Ihre Vorstellungen, wie eine ideale Stadt auszusehen hat, können Mädchen und Jungen vom 25. Juli bis 4.  August umsetzen. Dann entsteht zum elften Mal im Schlaatzer Nuthewäldchen ein Holzhüttendorf – die „Stadt der Kinder“. Seit 2006 veranstaltet das Kinder- und Jugendbüro dieses buchstäblich hammermäßige Sommerferienevent, bei dem bis zu 150 Grundschüler sich ihre Traumhäuser zimmern. Was gebaut wird, diskutieren und entscheiden die Kinder. „Dabei können sie Demokratie ausprobieren“, sagt Manuela Neehls. Denn auch einen Bürgermeister wählen die Stadtbewohner.

Von Ricarda Nowak

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