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Potsdam Zeitreise ins Mittelalter
Lokales Potsdam Zeitreise ins Mittelalter
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15:54 16.05.2016
Bis zu 50 Kilo wiegt eine Rüstung – die Schwerter sind echt. Quelle: Foto: F. Bungert
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Bornstedter Feld

Schon aus der Ferne erklingen die Töne eines Dudelsackes, doch laute Rufe von der Bühne übertönen die Musik. Dann kündigt Harfengeklimper den Auftritt der Prinzessin an. Das Wandertheater „Cocolorus Budenzauber“ zeigt das Märchen vom Froschkönig. Es ist eine von vielen mittelalterlichen Attraktionen, die am Pfingstwochenende auf dem Volksparkgelände im Potsdamer Norden zu erleben waren. Bei dem historischen Marktspektakel konnten die Besucher die etwa zehn Jahrhunderte umfassende Epoche in fast all ihren Facetten kennenlernen. Von der Kleidung bis hin zu den Waffen der tapfernen Ritter gab es viel zu entdecken.

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Pfingsten 2016: Das Ritterfest im Volkspark Potsdam lockte trotz den unbeständigen Wetters viele Besucher an. Bei der Reise ins Mittelalter konnte nicht nur zugeschaut, sondern auch mitgemacht werden.

Wer nicht aufpasst, wird an den Pranger gestellt

Auf dem Rasen des Volksparkes geht es zu, wie man sich das Treiben zur damaligen Zeit wohl vorstellt. Aus allen Ecken tönt Musik, Pferde ziehen über den Platz, jemand kocht über offenem Feuer und ein Wasserrad plätschert vor sich hin. Auch ein Katapult steht am Rande des Feldes. Und sogar ein Pranger. Daneben wurde ein riesiges, beiges Tarp aufgespannt, das eine Tafel für etwa 20 Mann überdacht. „Bruder Tack“ vom „Freyen Clan der Bruderschaft der Bullengraben“ erzählt den interessierten Fremden die Geschichte seiner „Vorfahren“ und spannt sogleich eine junge Frau in eine „Schandgeige“, um ihr zu zeigen, wie die Verurteilen damals zum Pranger geführt wurden. In dem achtförmigen, hölzernen Gestell, muss sie ihre Hände vor dem Gesicht überkreuzen und ist Bruder Tack ausgeliefert – zumal sich der metallene Stift, der das Gestellt verschließt, nicht lösen lässt. „Schon zu rostig“, sagt Bruder Tack lachend und bekommt die Frau aber doch noch befreit. An den Pranger will sie dann nicht mehr.

Seitlich des Prangers können die „Zeitreisenden“ ihre Fähigkeiten beim Bogen- oder Armbrustschießen ausprobieren. Wie der kleine, als Ritter verkleidete Junge, der mit seinem Papa vor einer zwei Meter hohen Burgkulisse steht. Mit Gummigeschossen zielt er auf Drachen und Ritter. Dann setzt er seinen Helm wieder auf und geht zum Spielen auf das Drachenboot.

Ritter kämpfen bis zum Umfallen

Er ist nicht der einzige, der eine Verkleidung trägt. Alle Schausteller und auch einige Besucher haben sich zeitgenössisch angezogen. Ebenso wie die Ritter, die sich auf der großen Wiese bekriegen. Mit Schwertern, langstieligen Äxten und stumpfen Lanzen schmettern sie auf die metallenen Rüstungen. „Nicht so doll, das tut doch weh!“ beschwert sich ein Krieger. Ein anderer stößt mit seinem Schwert auf den Brustpanzer. Erneut setzen sie in verschiedenen Formationen zum Angriff an – bis zum Umfallen. Am Ende stehen alle Ritter wieder und ziehen unter dem Applaus der Zuschauer in ihr Zelt. „Das war ja toll“, freut sich ein Vater. Seiner Frau gefallen die aufwendigen Details und die vielen Attraktionen für die Kinder, es ist auch schon ihr zweiter Besuch beim Ritterspektakel. Auch das unbeständige Wetter – Wind, plötzlich einsetzender Regen und dann wieder Sonnenschein – hält die Besucher nicht ab.

Von Lisa Neumann

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