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Potsdam Zeitzeugen erinnern an die Nacht von Potsdam
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12:10 13.04.2017
Aus dem Innenhof des zerstörten Stadtschlosses in Richtung Nikolaikirche nach dem Krieg. Quelle: Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte
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Innenstadt

Im Potsdam-Museum gibt es am Karfreitag um 20.45 Uhr eine Gedenkveranstaltung in Erinnerung an den britischen Luftangriff auf Potsdam vor 72 Jahren. „Es ist wichtig, sich an dieses Datum zu erinnern und den Opfern zu gedenken. Krieg und Gewalt haben in dieser Welt nichts zu suchen“, sagt Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), der die Veranstaltung eröffnen wird.

In der Veranstaltung wird die Zeitzeugin Manon Andreas-Grisebach über ihre persönlichen Erlebnisse berichten. Die Pianistin Motoko Liebau-Nishida und der Cellist Bernd Teichgräber werden die Veranstaltung musikalisch begleiten. Auf der Abendveranstaltung werden zudem filmische Interviews von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Zerstörung Potsdams 1945 präsentiert. 40 Personen hatten sich nach einem im vergangenen Jahr veröffentlichten Aufruf nach Zeitzeugenstimmen gemeldet.

Das Protokoll des Angriffs

Potsdam ist am 14. April 1945 das Ziel eines allierten Bombenangriffs. Nach dem Luftangriff herrscht ein „Dante’sches Inferno“. Tote und Verletzte liegen in den Trümmern. Der Bahnhof und ein Großteil der historischen Altstadt sind zerstört. Das Protokoll der Bombennacht in Echtzeit: Zeitzeugenberichte, Hintergründe und Bilddokumente

Die aufgezeichneten Gespräche mit den durchweg über 80-Jährigen werden am 14. April im Potsdam-Museum erstmals präsentiert und sollen laut Stadt anschließend im Internet veröffentlicht werden. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Die „Nacht von Potsdam“

In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1945 wurden große Teile der Potsdamer Innenstadt durch einen Luftangriff der britischen Royal Air Force zerstört. Fast 1600 Menschen kamen ums Leben. Die „Nacht von Potsdam“ bedeutete eine der größten Zäsuren in der Potsdamer Stadtgeschichte.

Die Zeitzeugin

Monon Andreas-Grisebach berichtet von ihren Erlebnissen im Gespräch mit Susanne Fienhold Sheen vom Förderverein des Potsdam Museums. Manon Andreas-Grisebach wurde 1931 geboren und ist die Tochter der Kunsthistoriker Hanna und August Grisebach. Die Familie lebte von 1937 bis 1945 in Potsdam. Als Kind erlebte sie die Zerstörung Potsdams; ihre Mutter Hanna hielt ihre Eindrücke der Ereignisse von 1945 im „Potsdamer Tagebuch“ fest, das mehrfach verlegt wurde und in Potsdam eine hohe Anerkennung genießt. Manon Andreas-Grisebach ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, war von 1980 bis 1981 Vorstandssprecherin der niedersächsischen Grünen und wurde im Oktober 1981 gemeinsam mit Dieter Burgmann und Petra Kelly zur Bundesvorstandssprecherin der Partei Die Grünen gewählt. Sie ist nach wie vor publizistisch tätig und lebt in der Nähe von Klagenfurt.

Um 19 Uhr wird am Karfreitag in der Nikolaikirche das Potsdam-Requiem von Nikolaikantor Björn O. Wiede aufgeführt. Musizieren werden der Nikolaichor und die Neue Potsdamer Hofkapelle. Der Eintritt ist frei.

Kein Glockengeläut

In der „Nacht von Potsdam“ am 14. April werden in der Stadt traditionell um 22.16 Uhr alle Kirchenglocken geläutet. In diesem Jahr wird aufgrund der älteren Tradition, dass von Karfreitag bis zu Ostern alle Kirchenglocken schweigen, darauf verzichtet.

Von Volker Oelschläger

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