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Potsdam Zoff um Fußballplatz in Nedlitz
Lokales Potsdam Zoff um Fußballplatz in Nedlitz
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16:12 25.02.2018
Gleich neben dem Sozialdorf am Lerchensteig soll ein ausgewachsener Fußballplatz entstehen, doch die Anwohner fürchten Lärm und Flutlicht. Quelle: Rainer Schüler
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Nedlitz

Die Anwohner des Sozialdorfes im Lerchensteig wollen notfalls rechtlich gegen den geplanten Fußballplatz an der Ecke Lerchensteig und Schneiderweg vorgehen. Das hat Uwe Plenzke als Vertreter der Nachbarn jetzt im Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung angekündigt. Den Bewohnern seien der Lärm und das Flutlicht vom Platz nicht zuzumuten, der direkt an ihre Häuser grenzt, stellte er klar.

Uwe Plenzke kündigte namens der Anwohner notfalls rechtliche Schritte gegen den geplanten Sportplatz im Lerchensteig an. Quelle: Rainer Schüler

Der Platz sei wegen der Nähe zu einem Landschaftsschutzgebiet bedenklich, liege weit außerhalb der Stadt und könne nur schwer erreicht werden, begründete er den Widerstand. Der Platz würde von den Obdachlosen und Asylbewerbern und von Sportvereinen genutzt, die sogar einen regulären Spielbetrieb dort hätten.

Verschiebung wäre annehmbar

Doch würden alle Anwohner eine 200-Meter-Verschiebung des Spielfeldes auf die gegenüberliegende Seite des Geländes begrüßen; die General-Argumente gegen den Fußballplatz galten gegen den Alternativstandort plötzlich nicht. Vorgeschlagen hatte die Verschiebung der Betreiber des Sozialdorfes, die Arbeiterwohlfahrt (Awo), die offenbar den Nachbarschaftskonflikt vermeiden will. Dafür müsste man die bisherige Planung deutlich verändern und die entstehenden Nachteile mit den Vorteilen abwägen. Ein Kompromiss, der alle glücklich macht, ist es nämlich nicht.

Vor- und Nachteile müssen abgewogen werden

Während der bisher geplante Wettkampfplatz nahe an den Wohnhäusern, aber relativ weit von den Sozialdorfbauten liegt und „nur“ eine Vielzahl jüngerer und nicht gesondert geschützter Bäume kostet, liegt der neue Platz direkt an den Sozialgebäuden und würde ein halbes Dutzend alter Eichen kosten. Möglicherweise müssen für ihn Parkplätze verlegt werden. Ein bestehendes Gebäude des Sozialdorfes an einer Stirnseite des Platzes muss wahrscheinlich zum Sportfunktionsgebäude umgebaut oder sogar abgerissen werden.

Gleich neben dem Sozialdorf am Lerchensteig im Ortsteil Nedlitz soll ein wettkampftauglicher Fußballplatz mit Flutlichtanlage entstehen, doch die Anwohner fürchten um ihre Ruhe. Eine Verschiebung des Standortes innerhalb des Obdachlosen- und Flüchtlingsherberge könnte den Streit der Anwohner mit der Stadt aber befrieden.

Die Awo, der Kommunale Immobilienservice der Stadt und mehrere Ämter der Verwaltung prüfen derzeit die Umverlagerung, die auch im Umweltausschuss begrüßt wurde, ohne sie schon zu beschließen.

Prüfergebnisse sollen in etwa einen Monat vorliegen

Anfang März sollen die nötigen Stellungnahmen vorliegen, um Ende April / Anfang Mai eine vielleicht geänderte Entwurfsplanung diskutieren zu können. Findet dies Zustimmung in der Stadtverordnetenversammlung, könnten die Abbruch- und Erschließungsarbeiten noch 2018 beginnen; an den Bau des Sportplatzes und des Funktionsgebäudes ginge man dann erst im Folgejahr.

Hauptnutzer des Platzes wären die Potsdamer Kickers 94 mit seinen 450 Mitgliedern, darunter mehr als 380 Kinder. Die trainieren nach dem Abriss des innerstädtischen Ernst-Thälmann-Stadions im Jahre 1999 an vier verschiedenen Standorten. Der Lerchensteig läge zwar weit ab, wäre aber trotzdem die neue Heimat des Vereins. Dem Schallproblem könnte man mit einer Lärmschutzwand begegnen, des Lichtproblems mit Lichtschutzblechen an den 16 Meter hohen Lampenmasten Herr werden. Das Anfahrtproblem der Fußballzuschauer wäre mit einem zeitweise dichteren Bus-Fahrtakt des Potsdamer Verkehrsbetriebes (Vip) zu lösen.

Von Rainer Schüler

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