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Zu Ehren der Prinzessin Feodora

Villa Feodora Zu Ehren der Prinzessin Feodora

Zum zehnjährigen Jubiläum der Villa Feodora hat die Beigeordnete für Kultur, Bildung und Sport, Iris Jana Magdowski, einen Gedenkstein enthüllt. Die Prinzessin lieh ihren Namen auch einer bekannten Schokolade. Den Gedenkstein zieren das Emblem des Bestecks der Prinzessin, sowie eine Krone. Ein Element fehlt allerdings.

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Beigeordnete Iris Jana Magdowski, Pfarrer Friedhelm Wizisla,Inhaber Martin-Max Zühlke mit Tochter Feodora (v.l.)

Quelle: Bernd Gartenschläger

Bornstedt. „Der Stein ist leider noch nicht ganz fertig“, sagte der Hausherr Martin-Max Zühlke bei der Enthüllung des zwei-Tonnen schweren Gedenksteins zu Ehren der Prinzessin Feodora am gestrigen Donnerstag in Bornstedt. Dies hat einen bestimmten Hintergrund: die Prinzessin Elisabeth von Isenburg hatte dem Hausherren erst zwei Tage zuvor per E-Mail das Monogramm Feodoras zukommen lassen. Elisabeth von Isenburg wohnt auf Schloss Glücksburg in Schleswig-Holstein, welches im Besitz des Geschlechtes ist, zu dem auch Feodora gehörte.

Die Beigeordnete für Kultur, Bildung und Sport, Iris Jana Magdowski (CDU), „freut sich persönlich sehr“, dass aus dem 1912 als Jugendheim errichten Anwesen nun ein „dynamischer Veranstaltungsort mit außergewöhnlichem Ambiente und historischen Flair“ geworden ist.

Feodora hinterließ Spuren

Prinzessin Feodora, Nachkomme der letzten deutschen Kaiserin Deutschlands, Auguste Victoria (1858-1921), lebte von 1903 bis 1910 im Krongut Bornstedt. Ihr zu Ehren wurde die Villa „Feodora“ getauft. Sie war eine bodenständige und schlichte Frau, beschrieb Zühlke die Namensgerberin bei seiner kurzen Ansprache. So ist auch der Stein gehalten. Nur zwei sich gegenüberstehende ’F’ und ein Krone zieren den Stein. Auf der Kugel, die ganz oben auf dem Stein platziert wurde, soll später ein Rabe Platz nehmen. Feodora verfasste unter dem Pseudonym Hugin, einer der Raben des Gottes Odin, Gedichte. Vielmehr bekannt ist sie allerdings durch die Schokolade. Der Legende nach habe sie diese auf einer Veranstaltung gekostet und soll begeistert gewesen sein. Einer anderen Sage nach, habe der Fabrikbesitzer der Schokolade erst nach dem Tod der Prinzessin um die Erlaubnis, das Wappen und die Unterschrift Feodoras verwenden zu dürfen, gebeten. Auf der Internetseite des Schokoladenherstellers heißt es, dass die Kaiserin dieses Vorhaben selbst gestattet hat. Darüber hinaus sei ihre Lieblingsfarbe gelb gewesen, weswegen der Hersteller die Täfelchen in gelbe Verpackungen hüllt.

Die Villa im neuen Glanz

Die Villa Feodora wurde einst als Gemeindehaus der Kirche und als Turnhalle der Grundschule genutzt. Vor zehn Jahren verkaufte die Kirche, bis dato Eigentümer, die Villa. Zühlke, eigentlich beauftragt um einen geeigneten Käufer zu finden, unterschrieb schließlich selbst den Kaufvertrag für das denkmalgeschützte Gebäude. Bis auf wenige Kleinigkeiten hat Zühlke alles selbst renoviert, erzählt er mit ein wenig Stolz in der Stimme. In dem Veranstaltungshaus können die Gäste auf etwa 2000 Quadratmeter Fläche feiern.

Von Lisa Neumann

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