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Zu wenig Gewerbeflächen in Potsdam

Wirtschaft in Potsdam Zu wenig Gewerbeflächen in Potsdam

Die Wirtschaftsförderung der Stadt steckt in der Klemme, seit Jahren kann sie den Flächenbedarf der Wirtschaft nicht voll befriedigen, bräuchte aber nach Expertenmeinung vier bis fünf Mal mehr Fläche als nachgefragt wird, um immer das Richtige zu haben. Sie kann nur Privatland anbieten und hat kein Geld für den Ankauf etwa von Agrarflächen, die dann gewerblich erschlossen werden.

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Potsdam hat vor allem kleine Gewerbeflächen anzubieten, nichts großes mehr wie hier im Friedrichspark bei Marquardt.

Quelle: Köster

Berliner Vorstadt. Die Wirtschaftsförderung der Stadt steckt in der Klemme. Seit Jahren kann sie den Flächenbedarf der Wirtschaft nicht befriedigen, bräuchte aber nach Expertenmeinung vier bis fünf Mal mehr Fläche als nachgefragt wird, um immer das Richtige zu haben. Sie kann nur Privatland vermitteln und hat kein Geld für den Ankauf etwa von Agrarflächen, die dann gewerblich erschlossen werden. Und die Immobilienbranche hat keine Lust, Gewerbeobjekte zu bauen, weil das viel zu wenig Rendite verspricht. Die Landeshauptstadt hat eine wachsende Einwohnerschaft, doch die Flächenangebote an die Wirtschaft wachsen nicht mitwachsen. Projektentwickler Klaas Vollbrecht von der Potsdamer Asenticon AG, die auch den Plattner-Campus am Jungfernsee betreut, denn die Nachfrage nach mittelgroßen Flächen zwischen 200 und 400 Quadratmetern „fast unerfüllbar.“

Unternehmen meiden Wirtschaftseigentum und wollen lieber mieten

Nach Einschätzung des Münsteraners Wirtschaftsförderers Thomas Robbers wollen und können immer mehr Unternehmen kein Eigentum an Wirtschaftsbauten schaffen, weil sie ihre eigene Zukunft nicht sicher sehen; sie mieten lieber. „Aber es will fast kein Investor mehr Wirtschaftsobjekte bauen“, sagt Vollbrecht; das werde den öffentlichen Händen überlassen. Die bräuchten Robbers zufolge aber vier bis fünf mal mehr Flächen, als nachgefragt werden, das genaue Gegenteil der Lage Potsdams, das nicht mal die Hälfte des Bedarfes decken kann und sich darauf beschränkt, die Umwandlung von ausgewiesenem Gewerbeland in gewinnträchtigeres Wohnbauland zu verhindern.

Ankauf von brachen Agrarflächen könnte ein Ausweg sein

Bei einem Workshop zu Gewerbeflächen am Donnerstagabend in der Schinkelhalle an der Schiffbauergasse wurden aber auch einige Auswege aus der Notlage gezeigt. So müsste die Stadt versuchen, am Rande von Gewerbegebieten angrenzende Agrarflächen aufzukaufen und zu Gewerbeland zu machen; der Friedrichspark wäre so ein Beispiel. Auch könnten die Stadt oder ihre Gesellschaften Objekte nach den Wünschen von Interessenten bauen und ihnen günstige Einstiegsbedingungen bieten. So könnten Ausgründungen aus bestehenden Forschungseinrichtungen in der Stadt gehalten und zu Gewerbesteuerzahlern werden.

Von Rainer Schüler

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